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Förderung für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Biodiversitätserfassung und -bewertung (BiodivDetect)

Wenn Sie als Forschungseinrichtung, Hochschule, Kommune oder Unternehmen die Biodiversitätsforschung mit modernen Technologien vorantreiben möchten, können Sie Fördermittel für Ihr Verbundprojekt beantragen. Dieser Zuschuss schließt kritische Wissenslücken.

Quellendatum: 03.09.2026 Importdatum: 20.10.2026 Fachlich geprüft: –

Förderhöhe: keine Angabe im Text

Kurzzusammenfassung

Sie können eine Förderung erhalten. Das gilt für neue Technologien zur Erfassung und Bewertung der biologischen Vielfalt in Deutschland. Das Förderprogramm BiodivDetect unterstützt Arbeiten außerhalb klassischer taxonomischer Fragen. Im Fokus stehen insbesondere die genetische Vielfalt und die Rolle von Organismen in Ökosystemen.

Ihre Arbeiten müssen sich auf terrestrische Systeme oder auf aquatische Systeme des Festlandes beziehen. Der marine Bereich ist von der Förderung ausgeschlossen. Die Vorhaben müssen einen klaren Anwendungscharakter haben. Sie müssen relevante Partner aus Verwaltung, Wirtschaft, Bildung oder Zivilgesellschaft aktiv einbinden. Die entwickelten Lösungen sollen im Förderzeitraum oder direkt danach erprobt werden.

Sie erhalten die Zuwendung als nicht rückzahlbaren Zuschuss. Die Förderung erfolgt im Wege der Projektförderung. Die beantragte Förderung soll pro Verbundvorhaben 1,5 Millionen EUR (1.500.000 EUR) nicht überschreiten. Die Laufzeit Ihres Vorhabens beträgt in der Regel 36 Monate. Sie müssen eine schriftliche Kooperationsvereinbarung mit den Partnern abschließen. Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt (FEdA) ist verpflichtend.

Beispiele

Beispiele zur Veranschaulichung von Ulrich Reuther, aus dem Programmtext erstellt und nicht von der Förderstelle. Ob Ihr Vorhaben passt, entscheidet die Bewilligungsstelle. Stand: 27.09.2026.

Wer bekommt die Förderung – und wer nicht

Antragsberechtigt laut Klassifikation der Quelle: Bildungseinrichtung, Forschungseinrichtung, Hochschule, Kommune, Öffentliche Einrichtung, Unternehmen und Verband / Vereinigung. (Klassifikation)

  • Unternehmensgröße: alle Größenklassen laut Quelle.
  • Branche: von der Quelle nicht eingegrenzt.
  • Fördergebiet: bundesweit.

Rechenbeispiel

Kein Rechenbeispiel möglich – die Quelle nennt keine Quote.

Beispielszenarien

Hochschule koordiniert Verbundprojekt zur Genvielfalt

Eine Hochschule übernimmt die Verbundkoordination eines Vorhabens zur Erfassung genetischer Vielfalt in terrestrischen Ökosystemen. Sie bindet Partner aus Verwaltung und Wirtschaft aktiv ein und schließt vor der Förderentscheidung eine schriftliche Kooperationsvereinbarung ab. Die beantragte Förderung soll 1,5 Millionen EUR nicht überschreiten, die Laufzeit beträgt in der Regel 36 Monate.

Forschungseinrichtung untersucht Rolle von Organismen

Eine Forschungseinrichtung beantragt gemeinsam mit Verbundpartnern Mittel für ein Projekt zur Rolle von Organismen in aquatischen Systemen des Festlandes. Der Ausschlussgrund für marine Arbeiten betrifft dieses Vorhaben nicht, da es sich auf Binnengewässer konzentriert. Die Zusammenarbeit mit der FEdA-Koordinierungsstelle wird verbindlich zugesagt, ein Forschungsdatenmanagementplan liegt vor.

Kommune bringt Praxisakteure in Verbund ein

Eine Kommune beteiligt sich als Verbundpartnerin an einem Vorhaben zur Erprobung neuer Erfassungstechnologien für die biologische Vielfalt. Sie sorgt für die Einbindung relevanter Akteure aus der Zivilgesellschaft und unterstützt den Anwendungs- und Transferbezug des Projekts. Die entwickelten Lösungen sollen im Förderzeitraum oder direkt danach erprobt werden.

Erstellt ausschließlich aus dem Programmtext dieser Seite. Zahlen stammen aus dem Programmtext; Beträge und Sätze gelten „bis zu“.

Rechtliche Voraussetzungen

  • Sie führen Ihr Projekt als Verbundvorhaben durch und benennen eine Verbundkoordination.
  • Sie binden relevante Akteure (Stakeholder) aus der Praxis aktiv in die Projektarbeit ein.
  • Sie weisen einen klaren Anwendungs- und Transferbezug Ihres Vorhabens nach.
  • Sie erklären sich bereit, aktiv mit der zentralen FEdA-Koordinierungsstelle zusammenzuarbeiten.
  • Sie bestätigen das Vorhandensein eines Forschungsdatenmanagementplans.
  • Sie weisen nach der Förderung eine Betriebsstätte, Niederlassung oder sonstige Einrichtung in Deutschland vor.
  • Sie stellen bei Beteiligung grundfinanzierter Forschungseinrichtungen sicher, dass der Projektbezug klar abgegrenzt ist.
  • Sie schließen vor der Förderentscheidung eine schriftliche Kooperationsvereinbarung ab.

Ausschlussgründe:

  • Sie führen Arbeiten im marinen Bereich durch.
  • Sie haben mit dem Vorhaben bereits vor der vorläufigen Bewilligung begonnen.
  • Sie fordern Fördermittel für reine Bauinvestitionen oder für Demo- und Referenzanlagen ohne unmittelbaren Forschungsbezug.
  • Sie sind einer Rückforderungsanordnung der Europäischen Kommission aufgrund einer früheren Beihilfeentscheidung nicht nachgekommen.
  • Sie gelten als Unternehmen in Schwierigkeiten nach Artikel 2 Absatz 18 der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO).
  • Sie planen eine Nutzung der Projektergebnisse außerhalb der Bundesrepublik Deutschland, des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) oder der Schweiz.

Ablauf

Das Verfahren zur Bewilligung verläuft in einem zweistufigen Prozess. Sie können sich vor der Antragstellung vom zuständigen Projektträger beraten lassen.

Verfahrensstufe 1: Einreichung und Auswahl der Projektskizze

  • Sie erstellen eine Projektskizze im System easy-Online (siehe weiterführende Links).
  • Sie reichen die Projektskizze elektronisch und schriftlich über die Verbundkoordination beim Projektträger Jülich ein.
  • Der Projektträger prüft Ihre eingegangene Projektskizze anhand definierter Bewertungskriterien.
  • Sie werden über das Ergebnis der Bewertung schriftlich informiert. Bei einer positiven Bewertung erhalten Sie eine Aufforderung zur förmlichen Antragstellung.

Verfahrensstufe 2: Förmliche Antragstellung und Bewilligung

  • Sie erstellen den förmlichen Förderantrag und die Vorhabenbeschreibung im System easy-Online (siehe weiterführende Links).
  • Sie reichen die vollständigen Antragsunterlagen in Abstimmung mit der Verbundkoordination ein.
  • Der Projektträger prüft Ihren Antrag abschließend und entscheidet über die Förderung.
  • Sie erhalten bei einem positiven Ergebnis einen schriftlichen Zuwendungsbescheid. Danach können Sie mit dem Vorhaben starten.

Hinweise zum Verfahren

Die Antragstellung im Rahmen der ersten Stufe (Einreichung der Projektskizze) ist bis zum 26.11.2026 möglich.

Die Antragstellung im Rahmen der zweiten Stufe (förmlicher Förderantrag) ist voraussichtlich bis zum April 2027 möglich.

Unterlagen

Für die erste Verfahrensstufe (Projektskizze):

  • Formlose, aussagekräftige Projektskizze in deutscher Sprache im Umfang von maximal 12 Seiten inklusive Deckblatt
  • Arbeitsplan mit detaillierten Arbeitspaketen aller beteiligten Partner
  • Grober Zeit- und Finanzierungsplan des Verbundprojekts

Für die zweite Verfahrensstufe (förmlicher Förderantrag):

  • Formeller, vollständiger Förderantrag über das elektronische System easy-Online (siehe weiterführende Links)
  • Ausführliche Vorhabenbeschreibung im Umfang von maximal 40 Seiten
  • Detaillierter Finanzierungsplan des Projekts
  • Nachweis über eine grundsätzliche Einigung über die Kooperationskriterien gemäß BMFTR-Vordruck Nummer 0110
  • Schriftliche Bestätigung über das Vorhandensein eines Forschungsdatenmanagementplans
  • Schriftliche Einstufung der Unternehmensgröße gemäß Anhang I der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) (nur für gewerbliche Unternehmen)

Rechtsgrundlage

Richtlinie zur Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zum Thema „BiodivDetect – Technologien und Methoden zur Erfassung und Bewertung unerforschter Aspekte der Biodiversität in Deutschland“
vom: 20.08.2026
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
BAnz AT 01.09.2026 B1

Weblink zur Förderrichtlinie

Schlagwörter: Biodiversitätsforschung BiodivDetect Artenschutz Artenerfassung Naturschutz eDNA Umwelt-DNA Umweltgenomik Robotik Fernerkundung taxonomische Wissenslücken Genvielfalt funktionelle Biodiversität Verbundprojekt Forschungsförderung

Quelle: Förderdatenbank des Bundes (BMWE), Lizenz CC BY 4.0, bearbeitet (Auszug/Struktur); Original: https://www.foerderdatenbank.de/FDB/Content/DE/Foerderprogramm/Bund/BMBF/biodivdetect.html. Änderungen gegenüber dem Original: Auswahl und Anordnung der Felder, Reduktion des HTML, Auflösung interner Verweise, Zeichenkorrektur bei Gedankenstrichen. Keine inhaltliche Umformulierung.

Angaben ohne Gewähr. Höhe und Bewilligung richten sich nach Richtlinie, Haushaltsmitteln und der Entscheidung der Bewilligungsstelle; Beträge und Sätze gelten „bis zu“. Dieses Portal steht in keiner Verbindung zum Fördergeber.

Förderhöhe laut Text

Förderhöhe: keine Angabe im Text.

Aus dem Programmtext gelesen; maßgeblich ist die Richtlinie. Beträge und Quoten gelten „bis zu“.

Steckbrief laut Quelle

Fördergeber
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)
Ebene
Bund (BMBF)
Förderart
Zuschuss
Fördergebiet
bundesweit
Förderberechtigte
Bildungseinrichtung; Forschungseinrichtung; Hochschule; Kommune; Öffentliche Einrichtung; Unternehmen; Verband / Vereinigung
Förderbereich
Forschung und Innovation (themenspezifisch)
Unternehmensgröße
Großunternehmen (ab 250 Beschäftigte); Kleines Unternehmen (unter 50 Beschäftigte); Kleinstunternehmen (unter 10 Beschäftigte); Mittleres Unternehmen (unter 250 Beschäftigte)
GRW-Fördergebiet
keine GRW-Bindung
Forschung und Innovation (themenspezifisch)
Biowissenschaften

Ohne Angabe im Steckbrief = von der Quelle nicht klassifiziert (im Check „ungeprüft“). Fristen, Budget und Antragsstatus liefert die Quelle nicht.

Ansprechstellen

Forschungszentrum Jülich (PtJ) Projektträger Jülich
Projektträger Jülich (PtJ)
Postfach 61 02 47
Postfach 61 02 47
10923 Berlin
Tel. +49 2461 61-2626
Fax +49 2461 61-5837
foerderung-biodiv@ptj.de
www.ptj.de/

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