Programme · Bund · BMBF
Förderung von Projekten zum Thema „Deutsch-ukrainische Partnerschaften zur strukturellen Stärkung des ukrainischen Forschungs- und Innovationssystems“
Sie forschen an einer Hochschule oder arbeiten in einem Unternehmen und möchten das ukrainische Innovationssystem stärken? Oder Sie bauen nachhaltige Partnerschaften mit ukrainischen Akteuren aus Wissenschaft und Wirtschaft auf? Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert deutsch-ukrainische Verbundprojekte mit bis zu 500.000 EUR.
Quellendatum: 10.06.2026 Importdatum: 20.10.2026 Fachlich geprüft: –
Förderhöhe: bis zu 100 % (Zuschuss, nur Hochschulen/Forschungseinrichtungen) laut Quelle, geprüft
Kurzzusammenfassung
Sie arbeiten an einer Hochschule, einer Forschungseinrichtung oder in einem Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft? Dann können Sie eine Förderung für den Aufbau und die Vertiefung von deutsch-ukrainischen Innovationsnetzwerken erhalten.
Das Ziel ist es, den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu stärken und das ukrainische Innovationssystem beim Wiederaufbau zu unterstützen. Gefördert werden strukturelle Verbundprojekte mit Pilotcharakter. Sie können gemeinsam mit ukrainischen Partnern neue Technologien erproben, Start-ups unterstützen oder Kompetenzen im Wissenschaftsmanagement aufbauen.
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) unterstützt Sie mit einem Zuschuss von bis zu 500.000 EUR für eine Laufzeit von bis zu 36 Monaten. Zu den förderfähigen Kosten gehören unter anderem Ausgaben für Personal, projektbedingte Reisen, Workshops und Sachmittel.
Bitte beachten Sie die erheblichen Unterschiede im Antragsverfahren und Bewilligungsverfahren je nach Art Ihrer Einrichtung:
- Wenn Sie an einer Hochschule oder einer außeruniversitären Forschungseinrichtung tätig sind: Die Förderung erfolgt auf Ausgabenbasis (AZA). Sie können eine individuelle Förderung von bis zu 100 % Ihrer zuwendungsfähigen Ausgaben erhalten. Zudem sind Sie berechtigt, Fördermittel an Ihre ukrainischen Projektpartner als Letzt-Zuwendungsempfänger weiterzuleiten. Ihrem Zuwendungsbescheid werden die Nebenbestimmungen für Zuwendungen auf Ausgabenbasis (NABF) zugrunde gelegt.
- Wenn Sie in einem Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft tätig sind: Die Förderung erfolgt auf Kostenbasis (AZK). Sie erhalten eine anteilige Finanzierung Ihrer Kosten und müssen eine angemessene Eigenbeteiligung aufbringen. Die Weiterleitung von Fördermitteln an ukrainische Projektpartner ist für Unternehmen explizit ausgeschlossen. Ihrem Zuwendungsbescheid liegen die Nebenbestimmungen für Zuwendungen auf Kostenbasis (NKBF 2017) zugrunde.
Beispiele
Beispiele zur Veranschaulichung von Ulrich Reuther, aus dem Programmtext erstellt und nicht von der Förderstelle. Ob Ihr Vorhaben passt, entscheidet die Bewilligungsstelle. Stand: 27.09.2026.
Wer bekommt die Förderung – und wer nicht
Antragsberechtigt laut Klassifikation der Quelle: Forschungseinrichtung, Hochschule und Unternehmen. (Klassifikation)
- Unternehmensgröße: alle Größenklassen laut Quelle.
- Branche: von der Quelle nicht eingegrenzt.
- Fördergebiet: bundesweit.
Rechenbeispiel
Bei 50.000 € förderfähigen Ausgaben ergäbe eine Förderung von bis zu 100 % höchstens 50.000 €.
Der Text nennt einen Höchstbetrag von 500.000 €.
Einschränkung laut Text: nur Hochschulen/Forschungseinrichtungen
Beispielrechnung, keine Zusage; maßgeblich ist der Bescheid.
Beispielszenarien
Hochschule und Forschungseinrichtung bauen Verbund auf
Eine Hochschule bildet gemeinsam mit einer Forschungseinrichtung und einem ukrainischen Partner einen Verbund zur Stärkung des ukrainischen Innovationssystems. Die Förderung erfolgt auf Ausgabenbasis mit bis zu 100 % der zuwendungsfähigen Ausgaben, insgesamt bis zu 500.000 EUR für eine Laufzeit von bis zu 36 Monaten. Die Hochschule ist berechtigt, Mittel an den ukrainischen Projektpartner als Letzt-Zuwendungsempfänger weiterzuleiten.
Unternehmen beteiligt sich an deutsch-ukrainischem Verbundprojekt
Ein Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft beteiligt sich an einem Verbundprojekt mit einer Hochschule, einer Forschungseinrichtung und einem ukrainischen Partner, um neue Technologien zu erproben. Die Förderung erfolgt für das Unternehmen auf Kostenbasis als anteilige Finanzierung, wobei eine angemessene Eigenbeteiligung erforderlich ist. Eine Weiterleitung von Fördermitteln an den ukrainischen Projektpartner ist für das Unternehmen ausgeschlossen.
Aufbau von Wissenschaftsmanagement-Kompetenzen im Verbund
Eine Forschungseinrichtung schließt sich mit einer Hochschule und einem ukrainischen Partner zusammen, um Kompetenzen im Wissenschaftsmanagement aufzubauen und Start-ups zu unterstützen. Die Partner schließen dafür eine schriftliche Kooperationsvereinbarung ab und weisen Transferaktivitäten in einer Schlüsseltechnologie der Hightech Agenda Deutschland nach. Die Nutzung der Projektergebnisse ist auf Deutschland, die Ukraine, die Schweiz oder den EWR beschränkt.
Erstellt ausschließlich aus dem Programmtext dieser Seite. Zahlen stammen aus dem Programmtext; Beträge und Sätze gelten „bis zu“.
Rechtliche Voraussetzungen
- Sie führen das Projekt in einem Verbund durch.
- Der Verbund besteht auf deutscher Seite aus mindestens einer Hochschule und einer Forschungseinrichtung.
- Sie arbeiten mit mindestens einem ukrainischen Partner zusammen.
- Sie schließen mit Ihren Projektpartnern eine schriftliche Kooperationsvereinbarung ab.
- Sie weisen erfolgreiche Transferaktivitäten in einer Schlüsseltechnologie der Hightech Agenda Deutschland (HTAD) nach.
- Sie stellen sicher, dass Sie die Ergebnisse des Vorhabens nur in Deutschland, der Ukraine, der Schweiz oder dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) nutzen.
- Bei Unternehmen: Sie erkennen die De-minimis-Verordnung an und überschreiten die geltenden Fördergrenzen nicht.
- Bei Unternehmen: Sie bewahren alle relevanten Unterlagen für mindestens 3 Jahre auf.
- Bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU): Sie erklären Ihre Einstufung gemäß der KMU-Empfehlung der Europäischen Union (EU).
Ausschlussgründe:
- Indirekte oder mittelbare Beihilfen an Unternehmen im Rahmen des Verbunds.
Ablauf
Sie können die Förderung in einem zweistufigen Verfahren beantragen.
1. Stufe:
- Sie reichen als Verbundkoordinator eine Projektskizze elektronisch über das Antragssystem easy-Online (siehe weiterführende Links) ein.
- Die Projektskizze verfassen Sie bevorzugt in englischer Sprache. Fügen Sie zwingend eine einseitige deutsche Zusammenfassung bei.
2. Stufe:
- Wenn Ihre Projektskizze positiv bewertet wurde, werden Sie zur Vorlage eines förmlichen Förderantrags aufgefordert.
- Sie stellen den förmlichen Förderantrag elektronisch über easy-Online (siehe weiterführende Links).
- Das BMFTR entscheidet nach einer abschließenden Prüfung über Ihren Antrag und sendet Ihnen einen schriftlichen Bescheid zu.
Hinweise zum Verfahren
Eine Einreichung ist bis zum 24.06.2026 möglich.
Unterlagen
Erforderliche Unterlagen
Stufe 1 (Projektskizze):
- Projektskizze mit maximal 12 Seiten.
- Bei englischsprachigen Projektskizzen: Einseitige deutsche Zusammenfassung.
- Absichtserklärung (Letter of Intent) als Beleg für die Beiträge der Partner.
Stufe 2 (Förmlicher Antrag):
- Detaillierte Vorhabenbeschreibung in deutscher Sprache mit maximal 12 Seiten.
- Ausführliche Arbeitsplanung und Zeitplanung inklusive Verwertungsplan.
- Detaillierte Darstellung der Maßnahmen zur Wissenschaftskommunikation.
- Detaillierte Angaben zur Finanzierung des Vorhabens.
- Vor der Förderentscheidung: Nachweis einer grundsätzlichen Übereinkunft der Verbundpartner (BMFTR-Vordruck Nr. 0110).
Rechtsgrundlage
Richtliniezur Förderung von Projekten zum Thema „Deutsch-ukrainische Partnerschaften zur strukturellen Stärkungdes ukrainischen Forschungs- und Innovationssystems“
vom: 02.03.2026
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
BAnz AT 14.04.2026 B3
Schlagwörter: Technologietransfer Ukraine Innovationsnetzwerke aufbauen Hightech Agenda Deutschland Start-ups unterstützen Wissenschaftskommunikation
Quelle: Förderdatenbank des Bundes (BMWE), Lizenz CC BY 4.0, bearbeitet (Auszug/Struktur); Original: https://www.foerderdatenbank.de/FDB/Content/DE/Foerderprogramm/Bund/BMBF/deutsch-ukrainisch-forschungspartnerschaften.html. Änderungen gegenüber dem Original: Auswahl und Anordnung der Felder, Reduktion des HTML, Auflösung interner Verweise, Zeichenkorrektur bei Gedankenstrichen. Keine inhaltliche Umformulierung.
Angaben ohne Gewähr. Höhe und Bewilligung richten sich nach Richtlinie, Haushaltsmitteln und der Entscheidung der Bewilligungsstelle; Beträge und Sätze gelten „bis zu“. Dieses Portal steht in keiner Verbindung zum Fördergeber.
Förderhöhe laut Text
bis zu 100 % (Zuschuss)
nur Hochschulen/Forschungseinrichtungen
„Wenn Sie an einer Hochschule oder einer außeruniversitären Forschungseinrichtung tätig sind: Die Förderung erfolgt auf Ausgabenbasis (AZA). Sie können eine individuelle Förderung von bis zu 100 % Ihrer zuwendungsfähigen Ausgaben erhalten.“
- Feld
- Kurzzusammenfassung
- Prüfstatus
- einzeln am Programmtext gegengelesen, bestätigt – 100 % nur Hochschulen/Forschungseinrichtungen; Unternehmen anteilig mit Eigenbeteiligung, ohne Quote.
- Geprüft am
- 27.09.2026
Aus dem Programmtext gelesen; maßgeblich ist die Richtlinie. Beträge und Quoten gelten „bis zu“.
Steckbrief laut Quelle
- Fördergeber
- Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)
- Ebene
- Bund (BMBF)
- Förderart
- Zuschuss
- Fördergebiet
- bundesweit
- Förderberechtigte
- Forschungseinrichtung; Hochschule; Unternehmen
- Förderbereich
- Forschung und Innovation (themenoffen)
- Unternehmensgröße
- Großunternehmen (ab 250 Beschäftigte); Kleines Unternehmen (unter 50 Beschäftigte); Kleinstunternehmen (unter 10 Beschäftigte); Mittleres Unternehmen (unter 250 Beschäftigte)
- GRW-Fördergebiet
- keine GRW-Bindung
- Forschung und Innovation (themenoffen)
- Forschung und Entwicklung
Ohne Angabe im Steckbrief = von der Quelle nicht klassifiziert (im Check „ungeprüft“). Fristen, Budget und Antragsstatus liefert die Quelle nicht.
Ansprechstellen
DLR Projektträger
Heinrich-Konen-Straße 1
53227 Bonn
Tel. +49 2203 601-0
contact-dlr@DLR.de
www.dlr.de/pt
Weiterführende Links
Passt das zu Ihrem Vorhaben? Der Check gleicht Ihre Angaben mit den Klassifikatoren dieses und aller anderen Programme ab.