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Förderung für Forschungsvorhaben im Bereich der Jüdischen Gegenwartsforschung
Wenn Sie ein Forschungsvorhaben zur Untersuchung des vielfältigen jüdischen Lebens in Deutschland planen, können Sie finanzielle Fördermittel beantragen. Der Zuschuss unterstützt geistes- und sozialwissenschaftliche Projekte.
Quellendatum: 12.08.2026 Importdatum: 20.10.2026 Fachlich geprüft: –
Kurzzusammenfassung
Sie können eine finanzielle Förderung erhalten, wenn Sie ein Forschungsvorhaben zur Jüdischen Gegenwartsforschung durchführen möchten. Die Förderung unterstützt geistes- und sozialwissenschaftliche Projekte. Diese untersuchen die gesellschaftliche, kulturelle und religiöse Vielfalt jüdischen Lebens ab dem Jahr 1945.
Sie sind antragsberechtigt, wenn Sie eine Hochschule oder eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung sind. Zudem müssen Sie über nachweisbare Expertise im Forschungsfeld verfügen. Die Beteiligung von Forschenden aus Kleinen Fächern wird ausdrücklich begrüßt. Sie können nichtwissenschaftliche Einrichtungen als Praxispartner einbeziehen. Bei Einzelvorhaben erfolgt dies durch eine Auftragsvergabe. Bei Verbundvorhaben können Praxispartner als Teilvorhaben oder durch Aufträge beteiligt werden. Die Koordination des Verbunds muss zwingend bei einer wissenschaftlichen Einrichtung liegen.
Die Zuwendung hilft Ihnen, Ihr Forschungsvorhaben finanziell abzusichern. Gefördert werden Ausgaben für wissenschaftliches Personal sowie studentische Hilfskräfte. Zudem können Sie Sachmittel, Auftragsvergaben, Reiseausgaben und Mittel zur Einbindung von Praxispartnern finanzieren. Auch Ausgaben für Publikationen im Open Access sind förderfähig. Bei Hochschulen erhalten Sie zusätzlich eine Projektpauschale in Höhe von 20 % für indirekte Projektausgaben. Die Laufzeit des Vorhabens beträgt grundsätzlich 3 bis zu 4 Jahre.
Beispiele
Beispiele zur Veranschaulichung von Ulrich Reuther, aus dem Programmtext erstellt und nicht von der Förderstelle. Ob Ihr Vorhaben passt, entscheidet die Bewilligungsstelle. Stand: 27.09.2026.
Wer bekommt die Förderung – und wer nicht
Antragsberechtigt laut Klassifikation der Quelle: Forschungseinrichtung und Hochschule. (Klassifikation)
Für einen einzelnen Betrieb ist dieses Programm in der Regel nicht direkt beantragbar; Betriebe können als Teilnehmende/Partner profitieren.
- Unternehmensgröße: von der Quelle nicht eingegrenzt.
- Branche: von der Quelle nicht eingegrenzt.
- Fördergebiet: bundesweit.
Rechenbeispiel
Kein Rechenbeispiel möglich – die Quelle nennt keine Quote.
Beispielszenarien
Hochschule erforscht jüdisches Leben seit 1945
Eine Hochschule beantragt ein geistes- und sozialwissenschaftliches Forschungsvorhaben zur gesellschaftlichen, kulturellen und religiösen Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland seit 1945. Gefördert werden Ausgaben für wissenschaftliches Personal und studentische Hilfskräfte sowie Sachmittel und Reiseausgaben. Als Hochschule erhält sie zusätzlich eine Projektpauschale in Höhe von 20 % für indirekte Projektausgaben.
Forschungseinrichtung koordiniert Verbundvorhaben mit Praxispartnern
Eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung übernimmt die Koordination eines Verbundvorhabens zur Jüdischen Gegenwartsforschung. Eine nichtwissenschaftliche Einrichtung wird als Praxispartner über ein Teilvorhaben eingebunden. Die Vertreterinnen und Vertreter der jüdischen Community werden aktiv in das Vorhaben einbezogen, und die Zusammenarbeit mit dem Begleitvorhaben FonA21 ist Teil des Antrags.
Einzelvorhaben mit Auftragsvergabe an Praxispartner
Eine Hochschule plant ein Einzelvorhaben und vergibt einen Auftrag an einen nichtwissenschaftlichen Praxispartner zur Unterstützung der Forschungsarbeit. Förderfähig sind neben der Auftragsvergabe auch Ausgaben für Publikationen im Open Access. Wirtschaftliche Tätigkeiten werden mit dem Vorhaben nicht durchgeführt, und mit den Arbeiten wurde vor der Bewilligung noch nicht begonnen.
Erstellt ausschließlich aus dem Programmtext dieser Seite. Zahlen stammen aus dem Programmtext; Beträge und Sätze gelten „bis zu“.
Rechtliche Voraussetzungen
- Sie sind eine wissenschaftliche Einrichtung (Hochschule oder außeruniversitäre Forschungseinrichtung) mit nachweisbarer Expertise im Forschungsfeld.
- Ihr Forschungsvorhaben befasst sich mit substanziellen Fragen zur Erforschung der jüdischen Gegenwart in Deutschland seit 1945.
- Sie legen in Ihrer Vorhabenskizze Ihr Verständnis von Jüdischer Gegenwartsforschung dar und erläutern, wie das Vorhaben darauf einzahlt.
- Sie binden Vertreterinnen und Vertreter der jüdischen Community aktiv in Ihr Vorhaben ein, um jüdische Perspektiven in Forschung und Transfer einzubeziehen.
- Sie erklären sich bereit, eng mit dem Kompetenznetzwerk (Förderlinie A) zusammenzuarbeiten und an dessen Aktivitäten zur Zusammenführung der Gemeinschaft mitzuwirken.
- Sie arbeiten mit dem Begleitvorhaben FonA21 zusammen und wirken an wissenschaftlichen Evaluierungen mit.
- Zum Zeitpunkt der Auszahlung unterhalten Sie eine sonstige Einrichtung, die der nichtwirtschaftlichen Tätigkeit dient, in Deutschland.
- Bei Verbundvorhaben: Die Koordination des Verbunds liegt zwingend bei einer wissenschaftlichen Einrichtung.
- Bei geplanten Datenerhebungen: Sie legen ein überzeugendes Datenmanagementkonzept vor und weisen ein Nachnutzungspotenzial für die Daten nach.
- Sie prüfen vor der Antragstellung, ob eine ausschließliche Förderung durch das EU-Forschungsrahmenprogramm möglich ist.
Ausschlussgründe:
- Sie führen mit dem geförderten Vorhaben wirtschaftliche Tätigkeiten durch.
- Sie haben mit den Arbeiten an dem Vorhaben bereits vor der Bewilligung begonnen.
- Sie nutzen die Ergebnisse des Vorhabens außerhalb der Bundesrepublik Deutschland, des Europäischen Wirtschaftsraums oder der Schweiz.
- Ihr Vorhaben befasst sich ausschließlich mit didaktischen Forschungsfragen.
Ablauf
Das Verfahren zur Bewilligung der Fördermittel ist zweistufig aufgebaut. Sie können sich vor der Einreichung einer Vorhabenskizze persönlich durch den Projektträger beraten lassen.
Schritt 1: Einreichung der Vorhabenskizze
- Sie reichen Ihre formlose Vorhabenskizze elektronisch über das System "easy-Online" ein (siehe weiterführende Links).
- Ihre Skizze wird unter Einbeziehung von externen Gutachtern bewertet.
- Sie werden schriftlich über das Auswahlergebnis informiert.
Schritt 2: Förmliche Antragstellung
- Bei einer positiven Bewertung der Skizze werden Sie zur Einreichung eines förmlichen Förderantrags aufgefordert.
- Sie erstellen den förmlichen Antrag über das elektronische System "easy-Online" (siehe weiterführende Links).
- Die Bewilligungsbehörde prüft Ihren Antrag abschließend.
Nach erfolgreicher Prüfung erhalten Sie einen schriftlichen Zuwendungsbescheid.
Hinweise zum Verfahren
- Frist für die Vorlage der Vorhabenskizze (Stufe 1): 29.10.2026
Unterlagen
Für die Vorhabenskizze (Stufe 1):
- Formlose Vorhabenskizze mit einem Umfang von maximal 12 Seiten (Arial, Schriftgröße mindestens 11 Punkt, 1,5-zeilig)
- Lebenslauf inklusive einer projektbezogenen Publikationsliste von maximal 2 Seiten pro Projektleitung
- Bei Kooperationen: Absichtserklärungen (Letters of Intent) der vorgesehenen Kooperationspartner
- Bei geplanten Datenerhebungen: Ein kurzer Datenmanagementplan von maximal 2 Seiten
Für den förmlichen Förderantrag (Stufe 2):
- Förmlicher Förderantrag über das elektronische Antragssystem "easy-Online" (siehe weiterführende Links)
- Detaillierter Finanzierungsplan des Vorhabens
- Ausführlicher Verwertungsplan mit einem kurzen Transferkonzept
- Darstellung der Notwendigkeit der Zuwendung
- Detaillierter Arbeitsplan inklusive einer vorhabenbezogenen Ressourcenplanung
- Bei Verbundvorhaben: Eine schriftliche Kooperationsvereinbarung oder der Nachweis einer grundsätzlichen Übereinkunft nach dem Vordruck Nummer 0110 des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt
Rechtsgrundlage
Richtlinie zur Förderung von Vorhaben zum Thema „Jüdische Gegenwartsforschung“
vom: 14.07.2026
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
BAnz AT 24.07.2026 B2
Schlagwörter: Jüdische Gegenwartsforschung Jüdisches Leben Geisteswissenschaftliche Forschung Sozialwissenschaftliche Forschung Jüdische Studien Judaistik
Quelle: Förderdatenbank des Bundes (BMWE), Lizenz CC BY 4.0, bearbeitet (Auszug/Struktur); Original: https://www.foerderdatenbank.de/FDB/Content/DE/Foerderprogramm/Bund/BMBF/juedische-gegenwart-forschung.html. Änderungen gegenüber dem Original: Auswahl und Anordnung der Felder, Reduktion des HTML, Auflösung interner Verweise, Zeichenkorrektur bei Gedankenstrichen. Keine inhaltliche Umformulierung.
Angaben ohne Gewähr. Höhe und Bewilligung richten sich nach Richtlinie, Haushaltsmitteln und der Entscheidung der Bewilligungsstelle; Beträge und Sätze gelten „bis zu“. Dieses Portal steht in keiner Verbindung zum Fördergeber.
Förderhöhe laut Text
Förderhöhe: keine Angabe im Text.
Aus dem Programmtext gelesen; maßgeblich ist die Richtlinie. Beträge und Quoten gelten „bis zu“.
Steckbrief laut Quelle
- Fördergeber
- Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)
- Ebene
- Bund (BMBF)
- Förderart
- Zuschuss
- Fördergebiet
- bundesweit
- Förderberechtigte
- Forschungseinrichtung; Hochschule
- Förderbereich
- Forschung und Innovation (themenspezifisch); Kultur, Medien und Sport
- GRW-Fördergebiet
- keine GRW-Bindung
- Forschung und Innovation (themenspezifisch)
- Wirtschafts-, Sozial- und Geisteswissenschaften
Ohne Angabe im Steckbrief = von der Quelle nicht klassifiziert (im Check „ungeprüft“). Fristen, Budget und Antragsstatus liefert die Quelle nicht.
Ansprechstellen
DLR Projektträger
Heinrich-Konen-Straße 1
53227 Bonn
Tel. +49 2203 601-0
contact-dlr@DLR.de
projekttraeger.dlr.de/de
Weiterführende Links
Passt das zu Ihrem Vorhaben? Der Check gleicht Ihre Angaben mit den Klassifikatoren dieses und aller anderen Programme ab.