Programme · Bund · BMEL

Förderung für Investitionen in emissionsmindernde Maßnahmen bei der Vergärung von Wirtschaftsdüngern

Sie möchten in emissionsmindernde Maßnahmen bei der Wirtschaftsdüngervergärung investieren? Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) fördert Ihre Biogasanlage mit bis zu 300.000 EUR.

Quellendatum: 26.05.2026 Importdatum: 20.10.2026 Fachlich geprüft: –

Förderhöhe: bis zu 80 % (Zuschuss, nur Teilmaßnahme sachkundige Begleitung) laut Quelle, geprüft

Kurzzusammenfassung

Sie führen ein landwirtschaftliches, gewerbliches oder selbstständiges kommunales Unternehmen? Dann können Sie eine Förderung für Ihre Biogasanlage erhalten. Das Programm unterstützt Sie, wenn Sie emissionsmindernde Maßnahmen bei der Vergärung von Wirtschaftsdüngern umsetzen. Das Ziel ist es, klimaschädliche Emissionen aus der Tierhaltung zu reduzieren.

Sie können Zuschüsse für folgende Investitionen in langlebige Wirtschaftsgüter erhalten, um Emissionen zu mindern:

  • Gasdichte Abdeckung von Gärrückstandslagern: Nachrüstung oder Ersatzneubau nicht nachrüstbarer Behälter inklusive sicherheitstechnischer Einbindung.
  • Umrüstung von Bestandsanlagen:
    • Anlagen ohne bisherigen Wirtschaftsdüngereinsatz, die nach der Umsetzung einen Anteil von mindestens 20 % erreichen.
    • Anlagen mit bestehendem Einsatz, bei denen Sie die Menge um mindestens 1.000 Tonnen Frischmasse pro Jahr steigern.
    • Anlagen mit bereits hohem Einsatz (80 % und mehr), die ihren Anteil um mindestens 10 Prozentpunkte steigern.
  • Wirtschaftsdüngerspezifische Anlagenteile für Neuanlagen: Komponenten für Anlagen mit einem Wirtschaftsdüngeranteil von mindestens 70 %.
  • Infrastruktur und Aufbereitung: Maschinen zur Substrataufbereitung, Logistiklösungen zur Mobilisierung von Wirtschaftsdüngern sowie gemeinschaftliche Anlagen.
  • Investitionsbegleitende Maßnahmen: Ingenieurleistungen, Architekturkosten und Bauberatung. Diese Ausgaben werden nur bis zu einer Höhe von maximal 10 % der förderfähigen Investitionssumme gefördert.
  • Sachkundige Begleitung: Die Begleitung und Abnahme der Maßnahme durch einen unabhängigen Sachverständigen.

Die Förderung beträgt bis zu 300.000 EUR pro Unternehmen . Sie können jedoch keine Zuwendung erhalten, wenn Ihr errechneter Zuschuss unter 5.000 EUR liegt.

Die Förderhöhe hängt dabei maßgeblich von der Größe Ihres Unternehmens ab:

  • Sie erhalten für die gasdichte Abdeckung von Lagern generell bis zu 40 % der Ausgaben .
  • Für alle weiteren Investitionen erhalten Sie als Kleinunternehmen oder Kleinstunternehmen bis zu 40 % der förderfähigen Summe .
  • Als mittleres Unternehmen erhalten Sie bis zu 25 %.
  • Als Großunternehmen erhalten Sie bis zu 10 %.
  • Für die zwingend erforderliche sachkundige Begleitung erhalten Sie, unabhängig von Ihrer Unternehmensgröße, bis zu 80 % der Ausgaben (maximal 4.000 EUR)

Beispiele

Beispiele zur Veranschaulichung von Ulrich Reuther, aus dem Programmtext erstellt und nicht von der Förderstelle. Ob Ihr Vorhaben passt, entscheidet die Bewilligungsstelle. Stand: 27.09.2026.

Wer bekommt die Förderung – und wer nicht

Antragsberechtigt laut Klassifikation der Quelle: Unternehmen. (Klassifikation)

  • Unternehmensgröße: alle Größenklassen laut Quelle.
  • Branche: von der Quelle nicht eingegrenzt.
  • Fördergebiet: bundesweit.

Rechenbeispiel

Kein Rechenbeispiel – der Text nennt je nach Fall unterschiedliche Höchstbeträge (4.000 €, 300.000 €); maßgeblich sind Programmtext und Richtlinie.

Beispielszenarien

Landwirtschaftlicher Betrieb rüstet Gärrückstandslager gasdicht nach

Ein landwirtschaftlicher Betrieb mit Biogasanlage lässt sein Gärrückstandslager gasdicht abdecken, um Emissionen zu mindern. Für diese Investition erhält er bis zu 40 % der Ausgaben als Zuschuss. Die Begleitung durch einen unabhängigen Sachverständigen ist zwingend erforderlich und wird bis zu 80 % der Ausgaben gefördert, höchstens 4.000 EUR.

Kleinunternehmen erhöht Wirtschaftsdüngeranteil in Bestandsanlage

Ein Kleinunternehmen betreibt eine Biogasanlage ohne bisherigen Wirtschaftsdüngereinsatz und rüstet sie so um, dass nach der Umsetzung ein Anteil von mindestens 20 % erreicht wird. Für diese Umrüstung kann das Unternehmen als Kleinunternehmen bis zu 40 % der förderfähigen Summe erhalten. Zuvor legt es ein Wirtschaftsdünger-Investitionskonzept vor und weist geordnete wirtschaftliche Verhältnisse nach.

Großunternehmen investiert in Substrataufbereitung

Ein gewerbliches Großunternehmen mit Biogasanlage investiert in Maschinen zur Substrataufbereitung und in Logistiklösungen zur Mobilisierung von Wirtschaftsdüngern. Als Großunternehmen erhält es für diese Investitionen bis zu 10 % der förderfähigen Summe, die Gesamtförderung beträgt bis zu 300.000 EUR pro Unternehmen. Über die Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle nach Prüfung der Antragsunterlagen.

Erstellt ausschließlich aus dem Programmtext dieser Seite. Zahlen stammen aus dem Programmtext; Beträge und Sätze gelten „bis zu“.

Rechtliche Voraussetzungen

  • Sie weisen berufliche Fähigkeiten zur ordnungsgemäßen Führung des Betriebs nach, zum Beispiel durch eine Betreiberqualifikation Anlagensicherheit für Biogasanlagen.
  • Sie weisen geordnete wirtschaftliche Verhältnisse nach.
  • Sie erbringen den Nachweis über die Erbringung Ihres Eigenanteils.
  • Sie legen ein Wirtschaftsdünger-Investitionskonzept vor.
  • Sie halten die Vorgaben zur Wirtschaftsdüngermenge mindestens für die Dauer der Zweckbindungsfrist ein.
  • Sie setzen die Maßnahme auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland um.

Ausgenommen von der Förderung sind:

  • Unternehmen in Schwierigkeiten.
  • Unternehmen, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet worden ist, oder die eine eidesstattliche Versicherung abgeben mussten.
  • Unternehmen, die einer Rückforderungsanordnung für staatliche Beihilfen nicht nachgekommen sind.
  • Kommunen, kommunale Zusammenschlüsse und deren rechtlich unselbstständige Betriebe.
  • Bund und Länder sowie deren Einrichtungen, einschließlich Universitäten und Hochschulen.
  • Erwerb von Grundstücken, Produktionsrechten oder Gesellschaftsanteilen.
  • Stallbauinvestitionen und Investitionen in mobile Technik.
  • Laufende Betriebsausgaben, Ablösung von Verbindlichkeiten oder Kreditbeschaffungskosten sowie Beratungskosten für den regelmäßigen Geschäftsbetrieb.
  • Umsatzsteuer, unbare Eigenleistungen und Preisnachlässe (Skonti, Boni, Rabatte).
  • Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Biogas, die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) oder das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz begünstigt werden.
  • Maßnahmen, die Sie aufgrund einer gesetzlichen Verpflichtung oder behördlichen Anordnung umsetzen müssen.
  • Ausgaben für Genehmigungsverfahren und Planungsleistungen.

Ablauf

  • Antragstellung: Sie füllen den Antrag im Portal „easy-Online“ (siehe weiterführende Links) vollständig aus. In Ausnahmefällen senden Sie den rechtsverbindlich unterschriebenen Antrag zusätzlich postalisch an die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.
  • Fachliche Prüfung: Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) prüft als Bewilligungsbehörde die Förderfähigkeit.
  • Bescheiderteilung: Nach der Prüfung Ihres Antrags erhalten Sie einen schriftlichen Bescheid.

 Bitte beachten Sie: Das Vorhaben darf erst nach Erhalt des Zuwendungsbescheids oder einer schriftlichen Maßnahmenfreigabe begonnen werden.  

Hinweise zum Verfahren

Die Einhaltung von Ausschlussfristen ist für die Sicherung des Förderanspruchs im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel zwingend erforderlich.

  • Für bauliche Maßnahmen ist eine Antragsstellung bis spätestens 31.12.2028 möglich.
  • Für Maschinen, Geräte und Anlagen ist eine Antragsstellung bis spätestens 30.06.2029 (einschließlich investitionsbegleitender Maßnahmen und sachkundiger Begleitung) möglich.

Ein verspäteter Antrag führt zum Ausschluss vom Verfahren. Da kein Rechtsanspruch besteht, ist eine frühzeitige Einreichung aufgrund begrenzter Mittel empfohlen.

Unterlagen

Erforderliche Unterlagen

  • Baugenehmigung (sofern erforderlich) oder Nachweis der Baugenehmigungsfreiheit
  • Nachweis der Betreiberqualifikation zur Anlagensicherheit gemäß TRGS 529 und TRAS 120
  • Aktuelles Umweltgutachten nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, sofern für Ihre Anlage vorgeschrieben
  • Vergleichsangebote
  • Nachweis der Rechtsform, sofern erforderlich
  • Wirtschaftsdünger-Investitionskonzept
  • Auskunft einer Wirtschaftsauskunftei, die nicht älter als sechs Monate ist, und Eigenerklärung zur Zahlung von Steuern und Abgaben
  • Nachweis über die Erbringung des Eigenanteils (z. B. Kreditbereitschaftserklärung)
  • De-minimis-Erklärung
  • Formular zur Unternehmensgröße (zur Einstufung in Groß-, Mittel-, Klein- oder Kleinstunternehmen)

Rechtsgrundlage

Bekanntmachung der Richtlinie zur Förderung von Investitionen in emissionsmindernde Maßnahmen bei der Vergärung von Wirtschaftsdüngern
vom: 25.03.2026
Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat
BAnz AT 20.04.2026 B4

Weblink zur Förderrichtlinie

Schlagwörter: Biogas Förderung Gülle Vergärung Zuschuss Abdeckung Gärreste Lager Klimaschutz Landwirtschaft Substrataufbereitung Biogasanlage

Quelle: Förderdatenbank des Bundes (BMWE), Lizenz CC BY 4.0, bearbeitet (Auszug/Struktur); Original: https://www.foerderdatenbank.de/FDB/Content/DE/Foerderprogramm/Bund/BMEL/emissionsmindernd-vergaerung-wirtschaftsduengern.html. Änderungen gegenüber dem Original: Auswahl und Anordnung der Felder, Reduktion des HTML, Auflösung interner Verweise, Zeichenkorrektur bei Gedankenstrichen. Keine inhaltliche Umformulierung.

Angaben ohne Gewähr. Höhe und Bewilligung richten sich nach Richtlinie, Haushaltsmitteln und der Entscheidung der Bewilligungsstelle; Beträge und Sätze gelten „bis zu“. Dieses Portal steht in keiner Verbindung zum Fördergeber.

Förderhöhe laut Text

bis zu 80 % (Zuschuss), Spanne ab 10 %
nur Teilmaßnahme sachkundige Begleitung

„Die Förderhöhe hängt dabei maßgeblich von der Größe Ihres Unternehmens ab: … Für die zwingend erforderliche sachkundige Begleitung erhalten Sie, unabhängig von Ihrer Unternehmensgröße, bis zu 80 % der Ausgaben (maximal 4.000 EUR)“
Feld
Kurzzusammenfassung
Prüfstatus
einzeln am Programmtext gegengelesen, bestätigt – 80 % nur für die Sachverständigenbegleitung (max. 4.000 EUR); Hauptinvestition je nach Größe 10–40 %.
Geprüft am
27.09.2026

Aus dem Programmtext gelesen; maßgeblich ist die Richtlinie. Beträge und Quoten gelten „bis zu“.

Steckbrief laut Quelle

Fördergeber
Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH)
Ebene
Bund (BMEL)
Förderart
Zuschuss
Fördergebiet
bundesweit
Förderberechtigte
Unternehmen
Förderbereich
Energieeffizienz und erneuerbare Energien; Landwirtschaft und ländliche Entwicklung; Umwelt- und Naturschutz
Unternehmensgröße
Großunternehmen (ab 250 Beschäftigte); Kleines Unternehmen (unter 50 Beschäftigte); Kleinstunternehmen (unter 10 Beschäftigte); Mittleres Unternehmen (unter 250 Beschäftigte)
GRW-Fördergebiet
keine GRW-Bindung
Umwelt- und Naturschutz
Naturschutz und Landschaftspflege

Ohne Angabe im Steckbrief = von der Quelle nicht klassifiziert (im Check „ungeprüft“). Fristen, Budget und Antragsstatus liefert die Quelle nicht.

Ansprechstellen

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
Hofplatz 1
18276 Gülzow-Prüzen
Tel. +49 3843 6930-0
info@fnr.de
www.fnr.de/

Passt das zu Ihrem Vorhaben? Der Check gleicht Ihre Angaben mit den Klassifikatoren dieses und aller anderen Programme ab.

Check starten