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Zuwendungen für Investitionen in den Aufbau digitaler Vertriebs- und Kontrollstrukturen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Land Mecklenburg-Vorpommern (InvestDigiÖPNVRL)
Wenn Sie als Verkehrsunternehmen des ÖPNV in Ausgabeprozesse für elektronische Fahrtberechtigungen investieren wollen, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss erhalten.
Quellendatum: 11.04.2023 Importdatum: 20.10.2026 Fachlich geprüft: –
80–100 % Förderung Förderhöhe: bis zu 100 % (Zuschuss) laut Quelle, geprüft
Kurzzusammenfassung
Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt Sie als Verkehrsunternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) bei Investitionen zum Aufbau oder zur Ertüchtigung von Systemen zur Ausgabe oder Kontrolle elektronischer Fahrtberechtigungen (Fahrausweise).
Sie erhalten die Förderung für Ausgaben
- im Zusammenhang mit der Beschaffung oder Ertüchtigung technischer Infrastruktur (auch Hintergrundsystemanwendungen), wenn sie für die Kontrolle elektronischer Fahrausweise zwingend benötigt werden,
- im Zusammenhang mit der Ersterstellung von nach dem Standard der VDV-Kernapplikation (eTicket Deutschland) benötigten Datenmodulen für die elektronische Tarifierung (inklusive Tarifbeauskunftung) – auch durch ein landesweites Auskunfts- und Vertriebssystem – und die Produktkontrolle (zum Beispiel Produkt- und Kontrollmodule, Tarifmodule),
- für die Anbindung an zentrale bundes- oder landesweite Hintergrundsysteme im Kontext der VDV-Kernapplikation (eTicket Deutschland),
- im Zusammenhang mit der Beschaffung oder Ertüchtigung technischer Infrastruktur (auch Hintergrundsystemanwendungen und einmalige beziehungsweise erstmalige Lizenzkosten), wenn sie für die diskriminierungsfreie Ausgabe elektronischer Fahrausweise im Zusammenhang mit den bundesweiten Vorgaben zum „Deutschlandticket“ zwingend benötigt werden,
- für die Erstbeschaffung von elektronischen Nutzermedien (Chipkarten).
Sie erhalten die Förderung als Zuschuss.
Die Höhe des Zuschusses beträgt
- für Ausgaben im Zusammenhang mit der Beschaffung oder Ertüchtigung technischer Infrastruktur, wenn sie für die diskriminierungsfreie Ausgabe elektronischer Fahrausweise im Zusammenhang mit den bundesweiten Vorgaben zum „Deutschlandticket“ zwingend benötigt werden, sowie für die Erstbeschaffung von elektronischen Nutzermedien (Chipkarten) bis zu 75 Prozent und
- für alle übrigen Vorhaben bis zu 90 Prozent
der zuwendungsfähigen Ausgaben, bei Vorhaben von besonderem Landesinteresse in Ausnahmefällen bis zu 100 Prozent.
Richten Sie Ihren Antrag bitte an die VMV – Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH.
Beispiele
Beispiele zur Veranschaulichung von Ulrich Reuther, aus dem Programmtext erstellt und nicht von der Förderstelle. Ob Ihr Vorhaben passt, entscheidet die Bewilligungsstelle. Stand: 27.09.2026.
Konkreter Anwendungsfall
80–100 % FörderungBusunternehmen in Rostock baut Kontrolle elektronischer Fahrausweise auf
Antragsteller: Ein mittelständisches Busunternehmen aus Rostock, das auf Grundlage eines Vertrages mit einem Aufgabenträger Leistungen im sonstigen ÖPNV erbringt, stellt den Antrag.
Ausgangslage: Das Unternehmen kann elektronische Fahrausweise bisher nicht einheitlich tarifieren und kontrollieren. Für den Standard der VDV-Kernapplikation (eTicket Deutschland) fehlen ihm die nötigen Datenmodule und die Anbindung an zentrale Hintergrundsysteme.
Vorhaben: Das Unternehmen lässt erstmals Produkt-, Kontroll- und Tarifmodule nach dem Standard der VDV-Kernapplikation erstellen. Zusätzlich bindet es seine Systeme an zentrale bundes- oder landesweite Hintergrundsysteme an. Das Vorhaben ist so geplant, dass es in den Dauerbetrieb übergehen kann.
Förderung: Gefördert werden die Ersterstellung der Datenmodule und die Anbindung an Hintergrundsysteme. Im Regelfall bis zu 90 %: Bei angenommenen förderfähigen Ausgaben von 100.000 Euro wären das bis zu 90.000 Euro. Bis zu 100 % sind laut Text nur bei Vorhaben von besonderem Landesinteresse in Ausnahmefällen möglich, dann bis zu 100.000 Euro. Für Deutschlandticket-Infrastruktur und Chipkarten gilt ein Satz von bis zu 75 %. Die Bewilligungsstelle entscheidet.
Eigenanteil: Im Regelfall trägt das Unternehmen 10.000 Euro selbst. Was nicht gefördert wird, nennt der Programmtext nicht.
Weg zum Antrag:
- Prüfen, ob das Vorhaben mit den Planungen des Landes und der Aufgabenträger übereinstimmt
- Belange von Menschen mit Behinderungen und Mobilitätsbeeinträchtigungen im Konzept berücksichtigen
- Antrag bei der VMV – Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH einreichen
- Bescheid abwarten – die Bewilligungsstelle entscheidet
Erstellt aus dem Programmtext und der geprüften Förderhöhe; Zahlen aus dem Programmtext bzw. Beispielrechnung; keine Zusage – es entscheidet die Bewilligungsstelle; in einem zweiten Durchgang gegengelesen. Stand: 28.09.2026.
Wer bekommt die Förderung – und wer nicht
Antragsberechtigt sind Verkehrsunternehmen des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) und des sonstigen ÖPNV, die auf der Grundlage eines mit dem Land oder mit einem Aufgabenträger des sonstigen ÖPNV abgeschlossenen Vertrages Leistungen im SPNV oder sonstigen ÖPNV erbringen, und Verkehrsunternehmen, die eigenwirtschaftliche Leistungen auf Grundlage einer Konzession eines Aufgabenträgers im Land erbringen. (Satz aus dem Programmtext)
- Unternehmensgröße: alle Größenklassen laut Quelle.
- Branchen laut Quelle: Dienstleistungen.
- Fördergebiet: Mecklenburg-Vorpommern.
Rechenbeispiel
Eine Beispielrechnung mit den Beträgen aus dem Programmtext steht im konkreten Anwendungsfall oben. Zum Anwendungsfall
Beispielszenarien
Busunternehmen rüstet Kontrollsysteme für elektronische Fahrausweise nach
Ein Busunternehmen im sonstigen ÖPNV, das auf Grundlage eines Vertrages mit einem Aufgabenträger Leistungen erbringt, beantragt einen Zuschuss zur Beschaffung technischer Infrastruktur für die Kontrolle elektronischer Fahrausweise. Gefördert werden bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Das Unternehmen richtet den Antrag an die VMV – Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH.
Verkehrsunternehmen investiert in Deutschlandticket-Infrastruktur
Ein Verkehrsunternehmen mit einer Konzession für eigenwirtschaftliche Leistungen in Mecklenburg-Vorpommern investiert in technische Infrastruktur, die für die diskriminierungsfreie Ausgabe elektronischer Fahrausweise im Rahmen des Deutschlandtickets zwingend benötigt wird. Für diese Ausgaben sowie für die Erstbeschaffung von Chipkarten erhält es einen Zuschuss von bis zu 75 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Bei der Umsetzung berücksichtigt es die Belange von Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigungen.
SPNV-Unternehmen bindet System an VDV-Kernapplikation an
Ein Unternehmen des Schienenpersonennahverkehrs, das Leistungen auf Grundlage eines Vertrages mit dem Land erbringt, beantragt einen Zuschuss für die Anbindung an ein zentrales landesweites Hintergrundsystem im Kontext der VDV-Kernapplikation. Das Vorhaben ist so konzipiert, dass es in den Dauerbetrieb übergehen kann. In Ausnahmefällen bei besonderem Landesinteresse ist eine Förderung von bis zu 100 Prozent möglich, über die Bewilligungsstelle entscheidet.
Erstellt ausschließlich aus dem Programmtext dieser Seite. Zahlen stammen aus dem Programmtext; Beträge und Sätze gelten „bis zu“.
Rechtliche Voraussetzungen
Antragsberechtigt sind
- Verkehrsunternehmen des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) und des sonstigen ÖPNV, die auf der Grundlage eines mit dem Land oder mit einem Aufgabenträger des sonstigen ÖPNV abgeschlossenen Vertrages Leistungen im SPNV oder sonstigen ÖPNV erbringen, und
- Verkehrsunternehmen, die eigenwirtschaftliche Leistungen auf Grundlage einer Konzession eines Aufgabenträgers im Land erbringen.
Die Förderung ist an bestimmte Bedingungen geknüpft:
- Das Vorhaben, für das Sie die Förderung beantragen,
- muss im Einklang mit den Planungen und Zielen des Landes Mecklenburg-Vorpommern und der ÖPNV-Aufgabenträger nach § 3 Absatz 3 des Gesetzes über den öffentlichen Personennahverkehr in Mecklenburg-Vorpommern (ÖPNVG M-V) stehen,
- so konzipiert sein, dass es in den Dauerbetrieb übergehen kann.
- Sie müssen bei Ihrem Vorhaben die Belange von Menschen mit Behinderungen und anderer Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigungen berücksichtigen.
Antragsverfahren
Richtlinie des Ministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit vom 27. März 2023, Amtsblatt für Mecklenburg-Vorpommern Nr. 14 vom 11. April 2023, S. 226.
Rechtsgrundlage
Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Investitionen in den Aufbau digitaler Vertriebs- und Kontrollstrukturen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Land Mecklenburg-Vorpommern (InvestDigiÖPNVRL)
Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit
Vom 27. März 2023
VV Meckl.-Vorp. Gl.-Nr. 630 – 438
Das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit erlässt im Einvernehmen mit dem Finanzministerium und nach Anhörung des Landesrechnungshofes folgende Verwaltungsvorschrift:
[?]
1 Zuwendungszweck, Rechtsgrundlage
Das Land Mecklenburg-Vorpommern gewährt nach Maßgabe
- der §§ 23 und 44 der Landeshaushaltsordnung Mecklenburg-Vorpommern (LHO) und der dazugehörigen Verwaltungsvorschrift (VV zu § 44 LHO),
- des Gesetzes über den öffentlichen Personennahverkehr in Mecklenburg-Vorpommern (ÖPNVG M-V), zuletzt geändert durch Gesetz vom 29. Mai 2020 (GVOBl. M-V S. 445),
- der Verordnung (EG) Nr. 1370/2007 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Oktober 2007 über öffentliche Personenverkehrsdienste auf Schiene und Straße (ABl. L 315 vom 3. Dezember 2007, S. 1–13) und
- der Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 der Kommission vom 18. Dezember 2013 über die Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union auf De-minimis-Beihilfen (ABl. L 352 vom 24. Dezember 2013, S. 1–8) oder der entsprechenden beihilferechtlichen Nachfolgeregelung
Zuwendungen für den Aufbau oder die Ertüchtigung von Systemen der Verkehrsunternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Land Mecklenburg-Vorpommern zur Ausgabe oder Kontrolle elektronischer Fahrtberechtigungen (Fahrausweise).
Die Zuwendung soll zu einer flächendeckenden technischen Infrastruktur der Verkehrsunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern beitragen, die es ermöglicht, elektronische Fahrtberechtigungen entsprechend des offenen Daten- und Schnittstellen-Standards für elektronisches Ticketing bzw. Elektronisches Fahrgeldmanagement (EFM) im ÖPNV, der VDV-Kernapplikation (eTicket Deutschland), ausgeben und kontrollieren zu können.
Ein Anspruch des Antragstellers auf Gewährung der Zuwendungen besteht nicht. Vielmehr entscheidet die Bewilligungsbehörde aufgrund ihres pflichtgemäßen Ermessens im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.
2 Gegenstand der Zuwendung
Zuwendungsfähig sind Vorhaben zur dezentralen Sicherstellung der elektronischen Kontrollfähigkeit in allen Regionen und bei allen Verkehrsunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern. Die Zuwendungsfähigkeit von Technik für die Ausgabe von elektronischen Fahrtberechtigungen ist eng an zusätzliche, notwendige Systeme oder Funktionalitäten bestehender Systeme gekoppelt, die einen diskriminierungsfreien Zugang aller Bürgerinnen und Bürger des Landes Mecklenburg-Vorpommern zu elektronischen Fahrtberechtigungen ermöglichen. Vorrangig werden Lösungen gefördert, die Synergien zwischen den Verkehrsunternehmen bei – oder eine Zentralisierung von – Ausgabeprozessen für elektronische Fahrtberechtigungen unterstützen.
Zuwendungsfähig sind:
a. Aufwendungen im Zusammenhang mit der Beschaffung oder Ertüchtigung technischer Infrastruktur (auch Hintergrundsystemanwendungen), sofern diese für die Kontrolle elektronischer Fahrausweise zwingend benötigt werden,
b. Aufwendungen im Zusammenhang mit der Ersterstellung von nach dem Standard der VDV-Kernapplikation (eTicket Deutschland) benötigten Datenmodulen für die elektronische Tarifierung (inkl. Tarifbeauskunftung) – auch durch ein landesweites Auskunfts- und Vertriebssystem – und die Produktkontrolle (z.B. Produkt- und Kontrollmodule, Tarifmodule),
c. Aufwendungen für die Anbindung an zentrale bundes- oder landesweite Hintergrundsysteme im Kontext der VDV-Kernapplikation (eTicket Deutschland),
d. Aufwendungen im Zusammenhang mit der Beschaffung oder Ertüchtigung technischer Infrastruktur (auch Hintergrundsystemanwendungen und einmalige bzw. erstmalige Lizenzkosten), sofern diese für die diskriminierungsfreie Ausgabe elektronischer Fahrausweise im Zusammenhang mit den bundesweiten Vorgaben zum „Deutschlandticket“ zwingend benötigt werden,
e. Aufwendungen für die Erstbeschaffung von elektronischen Nutzermedien (Chipkarten).
Die Vorhaben sind so zu konzipieren, dass sie in den Dauerbetrieb übergehen können.
3 Zuwendungsempfänger
Zuwendungsempfänger können sein:
Verkehrsunternehmen des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) und des sonstigen ÖPNV, die auf der Grundlage eines mit dem Land oder mit einem Aufgabenträger des sonstigen ÖPNV abgeschlossenen Vertrages Leistungen im SPNV oder sonstigen ÖPNV erbringen.
Verkehrsunternehmen, die eigenwirtschaftliche Leistungen auf Grundlage einer Konzession eines Aufgabenträgers im Land erbringen.
4 Zuwendungsvoraussetzungen
Voraussetzung für die Gewährung einer Zuwendung ist, dass das Vorhaben auf dem Gebiet des Landes Mecklenburg-Vorpommern im Einklang mit den Planungen und Zielen des Landes Mecklenburg-Vorpommern und der ÖPNV-Aufgabenträger nach § 3 Absatz 3 ÖPNVG M-V steht. Die Belange von Menschen mit Behinderungen und anderer Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigungen sind zu berücksichtigen.
5 Art und Umfang, Höhe der Zuwendung
5.1 Zuwendungsart, Finanzierungsart, Finanzierungsform
Die Zuwendung wird im Rahmen einer Projektförderung als Anteilsfinanzierung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses, in Ausnahmefällen – nur bei erheblichem Landesinteresse – in Form einer Vollfinanzierung gewährt. Die Höhe der Zuwendung beträgt bei Zuwendungsgegenständen gemäß den Nummern 2 a bis c bis zu 90% und bei den Nummern 2 d bis e bis zu 75% der zuwendungsfähigen Ausgaben.
5.2 Zuwendungsfähige Ausgaben
Nach Maßgabe dieser Richtlinie sind investive Ausgaben für Vorhaben gemäß Nummer 2 dieser Richtlinie zuwendungsfähig.
Nicht zuwendungsfähige Ausgaben sind:
- Eigenleistungen,
- Personalaufwendungen,
- Marketingaufwände,
- Organisations- und Dienstleistungsaufwände (inklusive Schulungen),
- Rechtskosten,
- über Erstinvestitionen hinausgehende wiederkehrende Kosten sowie
- Umsatzsteuerbeträge, wenn der Zuwendungsempfänger vorsteuerabzugsberechtigt ist.
Die zuständige Bewilligungsbehörde setzt die Höhe der Zuwendung unter Berücksichtigung der insgesamt verfügbaren Haushaltsmittel nach pflichtgemäßem Ermessen fest. Sie berücksichtigt auch, ob und inwieweit der Antragsteller bisher eine Zuwendung erhalten hat und welche Bedeutung dem Vorhaben unter übergeordneten Aspekten des ÖPNV zukommt. Gleichartige/Anderweitige mit dem Zuwendungszweck zusammenhängende Förderungen an den Antragsteller sind von den zuwendungsfähigen Ausgaben abzuziehen.
6 Sonstige Zuwendungsbestimmungen
In jedem Zuwendungsbescheid ist die Zweckbindungsdauer der Investitionen festzulegen. Die Zweckbindungsdauer wird von der Bewilligungsbehörde unter Berücksichtigung der Art und Zweckbestimmung des Investitionsobjektes festgesetzt.
Ergeben oder ändern sich für den Zuwendungsempfänger Tatsachen, die im Sinne des § 264 des Strafgesetzbuches subventionserheblich sind, so ist der Bewilligungsbehörde unverzüglich davon Mitteilung zu machen. Auf die Mitteilungspflichten nach dem Subventionsgesetz wird hingewiesen.
7 Verfahren
7.1 Antragsverfahren
Zuwendungen werden auf schriftlichen Antrag gewährt. Das Antragsformular ist unter www.vmv-mbh.de/die-vmv/foerderung abrufbar.
Der Antrag ist bei der VMV – Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH einzureichen. Dem Antragsteller ist der Antragseingang schriftlich zu bestätigen.
7.2 Bewilligungsverfahren
Bewilligungsbehörde ist die VMV – Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH, Schloßstraße 37, 19053 Schwerin. Die Bewilligung der Zuwendungen erfolgt durch schriftlichen Bescheid.
7.3 Anforderungs- und Auszahlungsverfahren
Die Auszahlung der Zuwendung erfolgt auf Mittelanforderung.
Die Zuwendung darf nur insoweit und nicht eher angefordert werden, als sie innerhalb von drei Monaten nach der Auszahlung für fällige Zahlungen im Rahmen des Zuwendungszwecks benötigt wird. Die Anforderung jedes Teilbetrags muss die zur Beurteilung des Mittelbedarfs erforderlichen Angaben enthalten.
Das für die Mittelanforderung notwendige Formular ist unter www.vmv-mbh.de/die-vmv/foerderung abrufbar.
7.4 Verwendungsnachweisverfahren
Die Verwendung der Zuwendung ist gegenüber der Bewilligungsbehörde nachzuweisen (Verwendungsnachweis). Der vollständige Verwendungsnachweis muss innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf des Bewilligungszeitraums der Bewilligungsbehörde vorliegen. Der Verwendungsnachweis ist nach Nummer 5.3.6 der VV zu § 44 LHO vorzulegen.
Erstreckt sich die Investition über mehrere Jahre, so ist abweichend von Nummer 5.3.6.1 der VV zu § 44 LHO binnen drei Monaten nach Ablauf des Haushaltsjahres über die in dem jeweiligen Haushaltsjahr erhaltenen Beträge ein Zwischennachweis nach Nummer 5.4.7.2 der VV zu § 44 LHO zu führen. Für die Nachweise sind die anliegenden Formulare zu verwenden. Die Auszahlung der bewilligten Mittel erfolgt in diesen Fällen nach Vorlage und Prüfung der Zwischennachweise.
7.5 Zu beachtende Vorschriften
Für die Bewilligung, Auszahlung und Abrechnung der Zuwendung sowie für den Nachweis und die Prüfung der Verwendung und die ggf. erforderliche Aufhebung des Zuwendungsbescheides und die Rückforderung der gewährten Zuwendung gelten die Verwaltungsvorschriften zu § 44 Landeshaushaltsordnung Mecklenburg-Vorpommern, soweit nicht in dieser Verwaltungsvorschrift Abweichungen zugelassen sind, und das Landesverwaltungsverfahrensgesetz.
8 Inkrafttreten
Diese Richtlinie tritt rückwirkend zum 1. Januar 2023 in Kraft.
Schlagwörter: Fahrkartenkontrolle E-Ticket Kontrollsystem ÖPNV Personennahverkehr Verkehrsdienstleistung
Quelle: Förderdatenbank des Bundes (BMWE), Lizenz CC BY 4.0, bearbeitet (Auszug/Struktur); Original: https://www.foerderdatenbank.de/FDB/Content/DE/Foerderprogramm/Land/Mecklenburg-Vorpommern/investitionen-digitale-strukturen-oepnv.html. Änderungen gegenüber dem Original: Auswahl und Anordnung der Felder, Reduktion des HTML, Auflösung interner Verweise, Zeichenkorrektur bei Gedankenstrichen. Keine inhaltliche Umformulierung.
Angaben ohne Gewähr. Höhe und Bewilligung richten sich nach Richtlinie, Haushaltsmitteln und der Entscheidung der Bewilligungsstelle; Beträge und Sätze gelten „bis zu“. Dieses Portal steht in keiner Verbindung zum Fördergeber.
Förderhöhe laut Text
80–100 % Förderung
bis zu 100 % (Zuschuss), Spanne ab 75 %
„… für alle übrigen Vorhaben bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, bei Vorhaben von besonderem Landesinteresse in Ausnahmefällen bis zu 100 Prozent.“
- Feld
- Kurzzusammenfassung
- Prüfstatus
- einzeln am Programmtext gegengelesen, bestätigt – Regel 75 % bzw. 90 %, 100 % nur ausnahmsweise bei besonderem Landesinteresse; Regelfall bereits über 80 %.
- Geprüft am
- 27.09.2026
Aus dem Programmtext gelesen; maßgeblich ist die Richtlinie. Beträge und Quoten gelten „bis zu“.
Steckbrief laut Quelle
- Fördergeber
- Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern
- Ebene
- Land (Mecklenburg-Vorpommern)
- Förderart
- Zuschuss
- Fördergebiet
- Mecklenburg-Vorpommern
- Förderberechtigte
- Unternehmen
- Förderbereich
- Digitalisierung; Infrastruktur; Mobilität
- Branche
- Dienstleistungen
- Unternehmensgröße
- Großunternehmen (ab 250 Beschäftigte); Kleines Unternehmen (unter 50 Beschäftigte); Kleinstunternehmen (unter 10 Beschäftigte); Mittleres Unternehmen (unter 250 Beschäftigte)
- Unternehmensalter
- nicht relevant
- GRW-Fördergebiet
- keine GRW-Bindung
- Infrastruktur
- Verkehr
Ohne Angabe im Steckbrief = von der Quelle nicht klassifiziert (im Check „ungeprüft“). Fristen, Budget und Antragsstatus liefert die Quelle nicht.
Ansprechstellen
VMV – Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH
Schloßstraße 37
19053 Schwerin
Tel. 0385 590870
info@vmv-mbh.de
www.vmv-mbh.de/
Weiterführende Links
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