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IB-Nachfolgedarlehen (Sachsen-Anhalt MUT/IMPULS)

Wenn Sie in Sachsen-Anhalt eine Nachfolgelösung für ein kleines oder mittleres Unternehmen umsetzen wollen, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen ein Darlehen erhalten.

Quellendatum: 13.02.2020 Importdatum: 20.10.2026 Fachlich geprüft: –

Förderhöhe: bis zu 100 % (Darlehen) laut Text, ungeprüft

Kurzzusammenfassung

Das Land Sachsen-Anhalt unterstützt Sie als Existenzgründerin und Existenzgründer, Freiberuflerin und Freiberufler oder kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) mit einem Darlehen zur Finanzierung von Nachfolgelösungen.

Sie erhalten die Förderung für

  • den Erwerb einer tätigen Beteiligung,
  • Investitionen in Anlage- und/oder Umlaufvermögen sowie
  • den Erwerb immaterieller Gegenstände.

Sie erhalten die Förderung als Darlehen.

Die Höhe Ihres Darlehens umfasst bis zu 100 Prozent Ihres Finanzierungsbedarfs, jedoch normalerweise höchstens EUR 3 Millionen. Die Mindestsumme für Ihr Darlehen beträgt grundsätzlich EUR 25.000.

Ihr Darlehen läuft über bis zu 20 Jahre.

Richten Sie Ihren Antrag bitte vor Beginn Ihres Vorhabens an die Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB). Fügen Sie Ihrem Antrag bitte eine Stellungnahme der Hausbank bei, deren Beteiligung an der Gesamtfinanzierung angestrebt wird. Sie können die von Ihnen unterzeichneten Antragsunterlagen auch per E-Mail an darlehen-wirtschaft@ib-lsa.de senden.

Beispiele

Beispiele zur Veranschaulichung von Ulrich Reuther, aus dem Programmtext erstellt und nicht von der Förderstelle. Ob Ihr Vorhaben passt, entscheidet die Bewilligungsstelle. Stand: 27.09.2026.

Wer bekommt die Förderung – und wer nicht

Antragsberechtigt sind Existenzgründerinnen und Existenzgründer, Freiberuflerinnen und Freiberufler sowie kleine oder mittlere Unternehmen (KMU). (Satz aus dem Programmtext)

  • Unternehmensgröße laut Quelle: Kleinstunternehmen (unter 10 Beschäftigte), kleine Unternehmen (unter 50) und mittlere Unternehmen (unter 250).
  • Branchen laut Quelle: Dienstleistungen, Freie Berufe, Gastgewerbe und Tourismus, Handel, Handwerk, Kultur- und Kreativwirtschaft und 1 weitere.
  • Fördergebiet: Sachsen-Anhalt.

Rechenbeispiel

Bei 50.000 € Investition ließen sich bis zu 100 %, also höchstens 50.000 €, über das Darlehen finanzieren. Das Darlehen wird nach den Bedingungen der Bank bzw. des Förderinstituts zurückgezahlt – es ist kein Zuschuss.

Der Text nennt einen Höchstbetrag von 3.000.000 €.

Die Quote ist automatisch aus dem Text gelesen und noch nicht einzeln gegengelesen.

Beispielrechnung, keine Zusage; maßgeblich ist der Bescheid.

Beispielszenarien

Existenzgründerin übernimmt Handwerksbetrieb

Eine Existenzgründerin will einen Handwerksbetrieb mit Sitz in Sachsen-Anhalt übernehmen und beantragt bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt ein Darlehen für den Erwerb der tätigen Beteiligung. Sie legt einen qualifizierten Businessplan vor und weist ihre kaufmännische Qualifikation nach. Das Darlehen kann bis zu 100 Prozent des Finanzierungsbedarfs abdecken, höchstens jedoch 3 Millionen Euro, über eine Laufzeit von bis zu 20 Jahren.

KMU finanziert Investitionen bei Nachfolge

Ein kleines Unternehmen in Sachsen-Anhalt übernimmt im Rahmen einer Nachfolge einen bestehenden Betrieb und benötigt Mittel für Investitionen in Anlage- und Umlaufvermögen. Es reicht den Antrag vor Beginn des Vorhabens bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt ein und fügt eine Stellungnahme der Hausbank bei. Über die Bewilligung des Darlehens entscheidet die Investitionsbank.

Freiberufler erwirbt immaterielle Vermögenswerte

Ein Freiberufler übernimmt eine Praxis mit Firmensitz in Sachsen-Anhalt und möchte damit verbundene immaterielle Gegenstände erwerben. Er stellt bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt einen Antrag auf ein Darlehen, das mindestens 25.000 Euro umfassen muss. Die Gesamtfinanzierung des Vorhabens muss dafür gesichert sein.

Erstellt ausschließlich aus dem Programmtext dieser Seite. Zahlen stammen aus dem Programmtext; Beträge und Sätze gelten „bis zu“.

Rechtliche Voraussetzungen

Antragsberechtigt sind Existenzgründerinnen und Existenzgründer, Freiberuflerinnen und Freiberufler sowie kleine oder mittlere Unternehmen (KMU).

Die Förderung ist an folgende Bedingungen geknüpft:

  • Der Firmensitz des zu übernehmenden Unternehmens muss sich in Sachsen-Anhalt befinden.
  • Sie müssen die Gesamtfinanzierung Ihres Vorhabens gesichert haben.
  • Wenn Sie Existenzgründerin oder Existenzgründer sind, müssen Sie
    • Ihre kaufmännische Qualifikation und fachliche Eignung nachweisen,
    • einen qualifizierten Businessplan vorlegen und
    • Ihr Vorhaben muss einen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg erwarten lassen und auf Ihren Haupterwerb ausgerichtet sein.

Antragsverfahren

Vergabegrundsätze der Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB), Stand Juni 2022.

Rechtsgrundlage

Sachsen-Anhalt MUT/IMPULS
Das IB-Nachfolgedarlehen

? Vergabegrundsätze „
Stand Juni 2022

Die Investitionsbank gewährt im Auftrag des Landes Sachsen-Anhalt Darlehen aus dem KMU-Folgefonds Sachsen-Anhalt. Durch die Bereitstellung von Darlehen für Existenzgründungen sowie für solvente Unternehmen einschließlich der Angehörigen freier Berufe, welche zusätzliche finanzielle Mittel für den Erwerb tätiger Beteiligungen benötigen, sollen die Schwierigkeiten kleinen und mittleren Unternehmen bei der Realisierung von Nachfolgelösungen vermindert werden.

1. Rechtliche Grundlagen

  • Mittelstandsförderungsgesetz Sachsen-Anhalt

  • Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 der Kommission vom 18.12.2013 über die Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union auf De-minimis-Beihilfen (ABl. EU L 352 vom 24.12.2013)

2. Wer wird finanziert“

Das Finanzierungsangebot richtet sich an natürliche Personen bzw. bestehende Unternehmen (auch Einzelunternehmen) einschließlich der Angehörigen freier Berufe die eine Unternehmensübernahme planen unter den Voraussetzungen, dass der Darlehensnehmer der Definition der Europäischen Union für kleine und mittlere Unternehmen – KMU – in ihrer jeweils gültigen Fassung entspricht.

Der Firmensitz des zu übernehmenden Unternehmens muss sich in Sachsen-Anhalt befinden.

3. Was wird finanziert?

Das Darlehen dient der Finanzierung von Ausgaben, die im Rahmen der Unternehmensnachfolge bzw. Unternehmensfortführung anfallen insbesondere für:

  • den Erwerb einer tätigen Beteiligung,

  • Investitionen in Anlage- und/oder Umlaufvermögen

  • den Erwerb immaterieller Gegenstände

4. Was wird nicht finanziert?

Nicht gewährt werden Finanzierungen u.a.

  • zur Ablösung bestehender Verbindlichkeiten oder des Engagements eines Kreditinstitutes,

  • für die Vorfinanzierung der erstattungsfähigen Mehrwertsteuer,

  • für exportbezogene Tätigkeiten.

5. Darlehensvoraussetzungen

  • Die Finanzierung des gesamten Vorhabens muss sichergestellt sein.

  • Die ordnungsgemäße Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag muss erwartet werden können.

  • Eine nachhaltige Rentabilität des Darlehensnehmers muss gegeben sein.

  • Zusätzlich für natürliche Personen/KMU im Rahmen einer Existenzgründung:

    • Der Nachweis der kaufmännischen Qualifikation und der fachlichen Eignung muss erbracht werden.

    • Für das geplante Vorhaben ist ein tragfähiges Konzept (qualifizierter Businessplan) vorzulegen.

    • Das Vorhaben muss einen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg erwarten lassen und auf den Haupterwerb ausgerichtet sein.

6. Art und Umfang des Darlehens

Gewährt werden kann ein Darlehen bis zur vollen Höhe des Finanzierungsbedarfs.

Die Mindestdarlehenssumme beträgt grundsätzlich 25.000 Euro.

Die maximale Darlehenssumme beträgt in der Regel 3,0 Mio. Euro.

Eine Darlehensgewährung aus Mitteln des Fonds ist in der Regel nur bis zu einer Gesamtsumme von 3 Mio. Euro möglich. Voraussetzung für eine weitere Antragstellung ist, dass das Vorhaben, welches zunächst finanziert wurde, abgeschlossen ist, die bereitgestellten Kredite vollständig eingesetzt sowie die Mittelverwendungskontrolle durchgeführt wurden.

In begründeten Einzelfällen kann von den minimalen oder maximalen Darlehenssummen abgewichen werden.

7. Darlehenskonditionen

a) Zinssatz und Zinsverbilligung

Der Zinssatz für Neubewilligungen bestimmt sich unter Berücksichtigung des jeweils gültigen EU Referenz- und Abzinsungssatzes.

Für natürliche Personen/KMU im Rahmen einer Existenzgründung (bis 5 Jahre nach Gründung) ist der Zinssatz zusätzlich verbilligt.

Darlehen an Unternehmen, die in der Primärerzeugung von landwirtschaftlichen Produkten sowie im Bereich der Fischerei und Aquakultur tätig sind, werden ausschließlich zum beihilfefreien Zinssatz vergeben.

Die jeweils gültigen Zinssätze werden im Internetauftritt der Investitionsbank veröffentlicht.

Im Fall einer Beilhilfegewährung stellt diese eine De-minimis-Beihilfe im Sinne der Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 der Kommission vom 18.12.2013 über die Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union auf De-minimis-Beihilfen (ABl. EU L 352 vom 24.12.2013) dar. Der maximal zulässige Beihilfewert der Zinsverbilligung beträgt innerhalb von drei Kalenderjahren 200.000 Euro bzw. 100.000 Euro bei Unternehmen, die im Bereich des gewerblichen Straßengüterverkehrs tätig sind. Der genaue Beihilfewert der Zinsverbilligung wird im Darlehensvertrag mitgeteilt. Bei Gewährung einer De-minimis-Beihilfe sind weitere Branchenausschlüsse erforderlich. Die Berechnung des Subventionswertes erfolgt mittels Zinsdifferenzmethode zum jeweils geltenden EU-Referenz- und Abzinsungssatz gemäß Mitteilung der EU-Kommission (Amtsblatt EU 2008/C 14/02).

Die Zinsbindungsfrist entspricht der Darlehenslaufzeit, jedoch in der Regel max. zehn Jahre bei längeren Darlehenslaufzeiten.

b) Laufzeit und Auszahlung

Die Darlehenslaufzeit beträgt bis zu 20 Jahre.

Der Auszahlungskurs beträgt 100 Prozent.

Die Auszahlung des Darlehens kann an Bedingungen und Auflagen geknüpft werden.

c) Tilgung und Zinszahlung

Das Darlehen kann bis zu zwei Jahre tilgungsfrei gestaltet werden.

Zinszahlungen sind jeweils monatlich nachträglich zu leisten.

Nach Einsetzen der Tilgung sind die Zinszahlungen in Verbindung mit der monatlichen Tilgung zu leisten.

d) Besicherung

Die Besicherung des Darlehens erfolgt in der Regel in Form von selbstschuldnerischen Bürgschaften der Gesellschafter. Eine Verstärkung der Sicherheiten kann gefordert werden.

e) Bereitstellungsprovision

Diese beträgt 0,25% pro Monat auf den nicht in Anspruch genommenen Darlehensbetrag beginnend zwei Monate nach Unterzeichnung des Darlehensvertrages seitens der IB.

8. Antragsverfahren

Der Antrag ist formgebunden bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt einzureichen. Dem Antrag ist eine Stellungnahme der Hausbank beizufügen, deren Beteiligung an der Gesamtfinanzierung angestrebt wird.

Es können in der Regel nur Vorhaben finanziell begleitet werden, die zum Zeitpunkt einer Antragsberatung bzw. des Antragseinganges noch nicht begonnen wurden. Als Vorhabensbeginn ist grundsätzlich der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages anzusehen.

Die Darlehensvergabe erfolgt in privatrechtlicher Form.

9. Verwendungsnachweis/Prüfungsrechte

Die Prüfung der Verwendung obliegt der Investitionsbank Sachsen-Anhalt.

Das Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten, das Ministerium der Finanzen, der Landesrechnungshof, die zur Umsetzung des Operationellen Programms eingerichteten Behörden und Stellen, die Europäische Kommission, und die jeweiligen Refinanzierungsgeber der Investitionsbank sind berechtigt, die zweck- und fristgerechte Verwendung des Darlehens jederzeit zu prüfen oder durch Beauftragte prüfen zu lassen sowie Auskünfte einzuholen.

Schlagwörter: Nachfolge Unternehmensnachfolge Nachfolgelösung Unternehmensübernahme

Quelle: Förderdatenbank des Bundes (BMWE), Lizenz CC BY 4.0, bearbeitet (Auszug/Struktur); Original: https://www.foerderdatenbank.de/FDB/Content/DE/Foerderprogramm/Land/Sachsen-Anhalt/ib-nachfolgedarlehen.html. Änderungen gegenüber dem Original: Auswahl und Anordnung der Felder, Reduktion des HTML, Auflösung interner Verweise, Zeichenkorrektur bei Gedankenstrichen. Keine inhaltliche Umformulierung.

Angaben ohne Gewähr. Höhe und Bewilligung richten sich nach Richtlinie, Haushaltsmitteln und der Entscheidung der Bewilligungsstelle; Beträge und Sätze gelten „bis zu“. Dieses Portal steht in keiner Verbindung zum Fördergeber.

Förderhöhe laut Text

bis zu 100 % (Darlehen)

„Die Höhe Ihres Darlehens umfasst bis zu 100 Prozent Ihres Finanzierungsbedarfs, jedoch normalerweise höchstens EUR 3 Millionen.“
Feld
Kurzzusammenfassung
Prüfstatus
automatisch gelesen, ungeprüft
Gelesen am
20.10.2026 (Regel 2026-09-27.4)

Aus dem Programmtext gelesen; maßgeblich ist die Richtlinie. Beträge und Quoten gelten „bis zu“.

Steckbrief laut Quelle

Ebene
Land (Sachsen-Anhalt)
Förderart
Darlehen
Fördergebiet
Sachsen-Anhalt
Förderberechtigte
Existenzgründer/in; Unternehmen
Förderbereich
Existenzgründung und -festigung; Unternehmensfinanzierung
Branche
Dienstleistungen; Freie Berufe; Gastgewerbe und Tourismus; Handel; Handwerk; Kultur- und Kreativwirtschaft; Produzierendes Gewerbe
Unternehmensgröße
Kleines Unternehmen (unter 50 Beschäftigte); Kleinstunternehmen (unter 10 Beschäftigte); Mittleres Unternehmen (unter 250 Beschäftigte)
Unternehmensalter
nicht relevant
GRW-Fördergebiet
keine GRW-Bindung
Existenzgründung und -festigung
Gründungsinvestitionen
Unternehmensfinanzierung
Betriebliche Investitionen; Nachfolge

Ohne Angabe im Steckbrief = von der Quelle nicht klassifiziert (im Check „ungeprüft“). Fristen, Budget und Antragsstatus liefert die Quelle nicht.

Ansprechstellen

Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB)
Domplatz 12
39104 Magdeburg
Tel. +49 391 28987-1745
Fax +49 391 28987-1754
beratung@ib-lsa.de
www.ib-sachsen-anhalt.de/

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