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Förderung von Fanprojekten

Wenn Sie Projekte zur gewaltvorbeugenden Betreuung von Fußballfans planen, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss erhalten.

Quellendatum: – Importdatum: 20.10.2026 Fachlich geprüft: –

Förderhöhe: bis zu 50 % (Zuschuss) laut Text, ungeprüft

Kurzzusammenfassung

Der Freistaat Sachsen unterstützt Sie bei Maßnahmen und Projekten zur sozialpräventiven Betreuung von Fußballfans.

Die Förderung erhalten Sie für

  • Fanprojekte nach dem Nationalen Konzept Sport und Sicherheit (NKSS), die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) beziehungsweise von der Deutschen Fußball Liga GmbH (DFL) kofinanziert werden,
  • spezifische Projekte und Maßnahmen mit der Zielstellung der Gewaltprävention im Umfeld von Fußballsportveranstaltungen,
  • Koordination von Maßnahmen und Projekten.

Sie erhalten die Förderung als Zuschuss.

Die Höhe des Zuschusses bewegt sich bei Fanprojekten in der gleichen Höhe wie der Betrag des DFB beziehungsweise der DFL. Bei Maßnahmen zur Gewaltprävention und für Kooperationsmaßnahmen beträgt die Höhe des Zuschusses zu 50 Prozent der förderungsfähigen Ausgaben.

Ihren Antrag richten Sie bis zum 30.4. eines Jahres an das Sächsische Staatsministerium des Innern, Abteilung 3 „Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Landespolizeipräsidium“.

Beispiele

Beispiele zur Veranschaulichung von Ulrich Reuther, aus dem Programmtext erstellt und nicht von der Förderstelle. Ob Ihr Vorhaben passt, entscheidet die Bewilligungsstelle. Stand: 27.09.2026.

Wer bekommt die Förderung – und wer nicht

Antragsberechtigt sind anerkannte Träger der Jugendhilfe, Kommunen, Vereine und Verbände, andere Maßnahmenträger sowie der Sächsische Fußballverband. (Satz aus dem Programmtext)

Für einen einzelnen Betrieb ist dieses Programm in der Regel nicht direkt beantragbar; Betriebe können als Teilnehmende/Partner profitieren.

  • Unternehmensgröße: von der Quelle nicht eingegrenzt.
  • Branche: von der Quelle nicht eingegrenzt.
  • Fördergebiet: Sachsen.

Rechenbeispiel

Bei 50.000 € förderfähigen Ausgaben ergäbe eine Förderung von bis zu 50 % höchstens 25.000 €.

Die Quote ist automatisch aus dem Text gelesen und noch nicht einzeln gegengelesen.

Beispielrechnung, keine Zusage; maßgeblich ist der Bescheid.

Beispielszenarien

Träger der Jugendhilfe beantragt Fanprojekt nach NKSS

Ein anerkannter Träger der Jugendhilfe in Leipzig beantragt Fördermittel für ein Fanprojekt nach dem Nationalen Konzept Sport und Sicherheit. Der DFB beziehungsweise die DFL beteiligt sich finanziell und bewertet das Projekt positiv. Die Höhe des Zuschusses bewegt sich in gleicher Höhe wie der Betrag des DFB beziehungsweise der DFL.

Verein setzt Gewaltprävention im Fußballumfeld um

Ein Verein in Dresden plant eine Maßnahme zur Gewaltprävention im Umfeld von Fußballsportveranstaltungen und beantragt dafür einen Zuschuss beim Sächsischen Staatsministerium des Innern. Die Maßnahme muss vom Sächsischen Fußballverband befürwortet werden. Gefördert werden bis zu 50 Prozent der förderungsfähigen Ausgaben.

Kommune koordiniert Maßnahmen gegen Fangewalt

Eine Kommune in Chemnitz übernimmt die Koordination mehrerer Maßnahmen und Projekte zur sozialpräventiven Betreuung von Fußballfans und stellt dafür einen Antrag bis zum 30.4. eines Jahres. Die Gesamtfinanzierung des Projekts muss die Kommune sicherstellen. Die Förderung erfolgt als Zuschuss, dessen Höhe bei Kooperationsmaßnahmen bis zu 50 Prozent der förderungsfähigen Ausgaben beträgt.

Erstellt ausschließlich aus dem Programmtext dieser Seite. Zahlen stammen aus dem Programmtext; Beträge und Sätze gelten „bis zu“.

Rechtliche Voraussetzungen

Antragsberechtigt sind

  • anerkannte Träger der Jugendhilfe,
  • Kommunen,
  • Vereine und Verbände,
  • andere Maßnahmenträger sowie
  • der Sächsische Fußballverband.

Die Förderung ist an bestimmte Bedingungen geknüpft.

  • Ihr Projekt muss sich auf ein Spieljahr beziehen (1.7. bis 30.6. des folgenden Jahres).
  • Bei Fanprojekten nach dem NKSS müssen sich der DFB beziehungsweise die DFL finanziell beteiligen. Der DFB beziehungsweise die Koordinierungsstelle Fanprojekte bei der Deutschen Sportjugend muss Ihr Projekt positiv bewerten.
  • Ihre Maßnahmen zur Gewaltprävention müssen vom Sächsischen Fußballverband befürwortet werden.
  • Sie müssen die Gesamtfinanzierung des Projektes sicherstellen.

Antragsverfahren

Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums des Innern vom 19. Mai 2008, Sächsisches Amtsblatt Nr. 24 vom 12. Juni 2008, S. 811; geändert durch Bekanntmachung des Sächsischen Staatsministeriums des Innern vom 18. Dezember 2019, Sächsisches Amtsblatt Nr. 2 vom 9. Januar 2020; S. 19.

Rechtsgrundlage

Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums des Innern zur Förderung von Fanprojekten (Förderrichtlinie Fanprojekte)

Vom 19. Mai 2008,
geändert am 18. Dezember 2019

1. Zuwendungszweck, Rechtsgrundlage

1.1 Der Freistaat Sachsen fördert auf der Grundlage dieser Richtlinie und der §§ 23 und 44 der Haushaltsordnung des Freistaates Sachsen (Sächsische Haushaltsordnung – SäHO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 10. April 2001 (SächsGVBl. S. 153), die durch Artikel 10 des Gesetzes vom 13. Dezember 2002 (SächsGVBl. S. 333, 352) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, sowie der dazu erlassenen Verwaltungsvorschriften, Maßnahmen und Projekte zur sozialpräventiven Betreuung von Fußballfans insbesondere durch Fanprojekte, Vereine und Verbände sowie zur Erhöhung der Sicherheit bei Sportveranstaltungen und deren Koordination. Eine Förderung ist nicht an die Spielklassenzugehörigkeit eines am Ort des Projektes beziehungsweise der Maßnahme ansässigen Vereins gebunden.

1.2 Ein Rechtsanspruch auf die Gewährung von Zuwendungen besteht nicht. Einmal gewährte Zuwendungen führen weder dem Grunde noch der Höhe nach zu einem Rechtsanspruch in den Folgejahren. Die Bewilligungsbehörde entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel, sofern die weiteren Zuwendungsvoraussetzungen gegeben sind.

2. Gegenstand der Förderung

Gefördert werden Projekte innerhalb des Freistaates Sachsen jeweils bezogen auf ein Spieljahr (1. Juli des Jahres bis 30. Juni des Folgejahres):

2.1 Fanprojekte nach dem Nationalen Konzept Sport und Sicherheit (NKSS), die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) beziehungsweise der Deutschen Fußball Liga GmbH (DFL) kofinanziert werden,

2.2 Spezifische Projekte und Maßnahmen mit der Zielstellung der Gewaltprävention im Umfeld von Fußballsportveranstaltungen, die nicht bereits unter Nummer 2.1 fallen,

2.3 Koordination von Maßnahmen und Projekten nach Nummer 2.1 und 2.2 beim Sächsischen Fußballverband (Fankoordinator).

3. Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind:

3.1 Für Maßnahmen nach Nummer 2.1 Träger von sozialpädagogisch begleiteten Fanprojekten, die den Anforderungen des NKSS entsprechen (anerkannte Träger der Jugendhilfe, Kommunen als Träger, ein eigener Trägerverein).

3.2 Für Maßnahmen nach Nummer 2.2 Kommunen, Vereine, Verbände und sonstige Träger, die Maßnahmen zur Gewaltprävention beziehungsweise zur Erhöhung der Sicherheit im Umfeld von Fußballsportveranstaltungen und Fanbetreuung vorsehen.

3.3 Für Maßnahmen nach Nummer 2.3 der Sächsische Fußballverband.

4. Zuwendungsvoraussetzungen

4.1 Voraussetzung für eine Förderung von Maßnahmen nach Nummer 2.1 ist:

  • die Einrichtung eines Fanprojektes gemäß NKSS,

  • die finanzielle Beteiligung des DFB beziehungsweise DFL, unabhängig von der Spielklasse des betreffenden Vereins und

  • eine Bestätigung über die positive Prüfung des DFB beziehungsweise der Koordinierungsstelle Fanprojekte bei der Deutschen Sportjugend.

4.2 Voraussetzung für eine Förderung von Maßnahmen nach Nummer 2.2 ist eine Bestätigung und Befürwortung des Projektes durch den Sächsischen Fußballverband.

4.3 Maßnahmen, deren Gesamtfinanzierung nicht gesichert ist, werden nicht gefördert. Der Nachweis der Gesamtfinanzierung ist mit den Antragsunterlagen vorzulegen.

4.4 Zuwendungen erfolgen unter der Voraussetzung, dass die Maßnahmen nicht auf der Grundlage anderer Förderrichtlinien durch Mittel des Freistaates Sachsen gefördert werden.

5. Art, Umfang und Höhe der Zuwendungen

5.1 Zuwendungsart

Die Zuwendungen erfolgen im Wege der Projektförderung.

5.2 Finanzierungsart/Bemessungsgrundlage

5.2.1 Zuwendungen zu Maßnahmen nach Nummer 2.1 werden als nicht rückzahlbarer Zuschuss im Wege der Festbetragsfinanzierung gewährt. Die Zuwendungen erfolgen in der Regel in gleicher Höhe wie die DFB- beziehungsweise DFL-Förderung. In besonders begründeten Ausnahmefällen kann auch ein höherer Betrag gewährt werden. Zuwendungsfähig sind alle auch vom DFB anerkannten Ausgaben für:

  • Ausstattungs- und Ausrüstungsgegenstände,

  • sonstige Sachausgaben und

  • Personal.

5.2.2. Zuwendungen für Maßnahmen und Projekte nach Nummer 2.2 werden als nicht rückzahlbarer Zuschuss im Wege der Anteilsfinanzierung gewährt. Gefördert werden bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. In besonders begründeten Ausnahmefällen kann eine Zuwendung auch bis zur Höhe von 70 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben gewährt werden. Zuwendungsfähig sind die Ausgaben für:

  • Ausstattungs- und Ausrüstungsgegenstände,

  • sonstige Sachausgaben und

  • Personal.

5.2.3 Zuwendungen für Maßnahmen nach Nummer 2.3 werden als nicht rückzahlbarer Zuschuss im Wege der Anteilsfinanzierung gewährt. Gefördert werden bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Zuwendungsfähig sind die Ausgaben für Personal.

5.2.4 Für die aus der Zuwendung zu tätigenden Personalausgaben gelten folgende Entgeltgruppen aus dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) als Obergrenze:

  • abgeschlossene Berufsausbildung – EG 7, Stufe 3,

  • abgeschlossene Fachhochschulausbildung – EG 11, Stufe 3,

  • abgeschlossene wissenschaftliche Hochschulausbildung – EG 14, Stufe 3,

  • abgeschlossene wissenschaftliche Hochschulausbildung und Führungsfunktion – EG 15, Stufe 3.

6. Verfahren

6.1 Antragstellung

Anträge sind bis zum 30. April des jeweiligen Jahres an die Bewilligungsbehörde zu richten. Abweichend davon sind Anträge für das Spieljahr 2008/2009 bis zum 31. August 2008 einzureichen.

Folgende Unterlagen sind dem Antrag beizufügen:

  • eine Projektbeschreibung,

  • ein Ausgaben- und Finanzierungsplan,

  • Nachweis über den beruflichen Bildungsabschluss der im Projekt beschäftigten Mitarbeiter,

  • ein Nachweis/eine Bestätigung über die positive Prüfung des DFB beziehungsweise der Koordinierungsstelle Fanprojekte bei der Deutschen Sportjugend für Maßnahmen nach Nummer 2.1 beziehungsweise die Bestätigung und Befürwortung des Projektes durch den Sächsischen Fußballverband bei Maßnahmen nach Nummer 2.2,

  • für Fanprojekte nach Nummer 2.1 der Antrag an den DFB sowie ein Nachweis der finanziellen Beteiligung des DFB beziehungsweise der DFL. Dieser kann gegebenenfalls nachgereicht werden. Bei einer gleichzeitigen Antragstellung kann seitens der Bewilligungsbehörde eine vorläufige Zuwendung unter Vorbehalt der DFB- beziehungsweise DFL-Bezuschussung erteilt werden.

6.2 Bewilligungsverfahren

Der Bewilligungszeitraum orientiert sich am jeweiligen Spieljahr. Bewilligungsbehörde ist das Sächsische Staatsministerium des Innern, Abteilung 3 – Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Landespolizeipräsidium ?.

6.3 Anforderungs- und Auszahlungsverfahren

6.3.1 Die Auszahlung der Mittel für Projekte nach Nummer 2.1 erfolgt auf Antrag. Die Mittelbereitstellung wird in zwei Teilbeträgen, frühestens zum 1. August sowie frühestens zum 1. Februar des Folgejahres, realisiert.

6.3.2 Die Auszahlung der Mittel für Projekte nach Nummer 2.2 und 2.3 erfolgt entsprechend der Vorgaben der VwV zu § 44 SäHO.

6.4. Verwendungsnachweisverfahren

Der Verwendungsnachweis ist spätestens zwei Monate nach Ende des Bewilligungszeitraumes der Bewilligungsbehörde vorzulegen.

6.5. Sonstige Bestimmungen

Für die Bewilligung, Auszahlung und Abrechnung der Zuwendung sowie für den Nachweis und die Prüfung der Verwendung und die gegebenenfalls erforderliche Aufhebung des Zuwendungsbescheides und die Rückforderung der gewährten Zuwendung gilt die Verwaltungsvorschrift zu § 44 SäHO, sofern nicht in diesen Richtlinien Abweichungen zugelassen worden sind. Für Zuwendungen an kommunale Körperschaften finden die Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung an kommunale Körperschaften (ANBest-K) in Anlage 3a zur Verwaltungsvorschrift zu § 44 der Sächsischen Haushaltsordnung und für Zuwendungen an die übrigen in Nummer 3 genannten Zuwendungsempfänger finden die Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung (ANBest-P) in Anlage 2 zur Verwaltungsvorschrift zu § 44 der Sächsischen Haushaltsordnung Anwendung. Sie werden jeweils zum Bestandteil des Zuwendungsbescheides erklärt.

7. Inkrafttreten

Diese Richtlinie tritt mit Wirkung vom 1. Mai 2008 in Kraft.

Schlagwörter: Fußballfans Fanprojekte Prävention Fußball

Quelle: Förderdatenbank des Bundes (BMWE), Lizenz CC BY 4.0, bearbeitet (Auszug/Struktur); Original: https://www.foerderdatenbank.de/FDB/Content/DE/Foerderprogramm/Land/Sachsen/richtlinie-des-smi-zur-foerderung-von-fanprojekten.html. Änderungen gegenüber dem Original: Auswahl und Anordnung der Felder, Reduktion des HTML, Auflösung interner Verweise, Zeichenkorrektur bei Gedankenstrichen. Keine inhaltliche Umformulierung.

Angaben ohne Gewähr. Höhe und Bewilligung richten sich nach Richtlinie, Haushaltsmitteln und der Entscheidung der Bewilligungsstelle; Beträge und Sätze gelten „bis zu“. Dieses Portal steht in keiner Verbindung zum Fördergeber.

Förderhöhe laut Text

bis zu 50 % (Zuschuss)

„Bei Maßnahmen zur Gewaltprävention und für Kooperationsmaßnahmen beträgt die Höhe des Zuschusses zu 50 Prozent der förderungsfähigen Ausgaben.“
Feld
Kurzzusammenfassung
Prüfstatus
automatisch gelesen, ungeprüft
Gelesen am
20.10.2026 (Regel 2026-09-27.4)

Aus dem Programmtext gelesen; maßgeblich ist die Richtlinie. Beträge und Quoten gelten „bis zu“.

Steckbrief laut Quelle

Fördergeber
Sächsisches Staatsministerium des Innern
Ebene
Land (Sachsen)
Förderart
Zuschuss
Fördergebiet
Sachsen
Förderberechtigte
Kommune; Öffentliche Einrichtung; Verband / Vereinigung
Förderbereich
Gesundheit und Soziales; Kultur, Medien und Sport
GRW-Fördergebiet
keine GRW-Bindung
Gesundheit und Soziales
Bürgerschaftliches Engagement
Kultur, Medien und Sport
Sport und Sportstätten

Ohne Angabe im Steckbrief = von der Quelle nicht klassifiziert (im Check „ungeprüft“). Fristen, Budget und Antragsstatus liefert die Quelle nicht.

Ansprechstellen

Sächsisches Staatsministerium des Innern, Ref. 33, Landespräventionsrat
landespraeventionsrat@smi.sachsen.de

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