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Rückbau von Wohngebäuden
Wenn Sie den Rückbau leerstehender Wohngebäude planen, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss erhalten.
Quellendatum: 17.07.2020 Importdatum: 20.10.2026 Fachlich geprüft: –
Kurzzusammenfassung
Der Freistaat Sachsen unterstützt Sie beim Rückbau von dauerhaft nicht mehr benötigten Wohngebäuden. Zu den Wohngebäuden und den anzurechnenden Wohnflächen gehören auch die Gewerbeflächen in überwiegend zum Wohnen genutzten Gebäuden.
Sie erhalten die Förderung für
- Abbruch und Demontage des Bauwerkes einschließlich der Ver- und Entsorgungsleitungen,
- Abtransport des Abbruchmaterials einschließlich der Enddeponie,
- Sicherungsmaßnahmen an abgetrennten Ver- und Entsorgungsleitungen,
- einfache Begrünung des Grundstückes nach der Rückbaumaßnahme,
- notwendige Baunebenkosten,
- Freimachung von Wohnungen und
- abbruchbedingte Instandsetzung an Nachbarhäusern.
Sie erhalten die Förderung als Zuschuss.
Die Höhe des Zuschusses beträgt bis zu EUR 50,00 pro Quadratmeter zurückgebauter Wohnfläche.
Richten Sie Ihren Antrag bitte zu festgelegten Fristen an die Sächsische Aufbaubank.
Beispiele
Beispiele zur Veranschaulichung von Ulrich Reuther, aus dem Programmtext erstellt und nicht von der Förderstelle. Ob Ihr Vorhaben passt, entscheidet die Bewilligungsstelle. Stand: 27.09.2026.
Wer bekommt die Förderung – und wer nicht
Antragsberechtigt sind Gemeinden. (Satz aus dem Programmtext)
Für einen einzelnen Betrieb ist dieses Programm in der Regel nicht direkt beantragbar; Betriebe können als Teilnehmende/Partner profitieren.
- Unternehmensgröße: von der Quelle nicht eingegrenzt.
- Branche: von der Quelle nicht eingegrenzt.
- Fördergebiet: Sachsen.
Rechenbeispiel
Kein Rechenbeispiel möglich – die Quelle nennt keine Quote.
Beispielszenarien
Gemeinde beantragt Rückbau leerstehender Wohngebäude
Eine Gemeinde in Sachsen mit einem höchstens 10 Jahre alten integrierten Stadtentwicklungskonzept beantragt den Zuschuss für den Abbruch dauerhaft nicht mehr benötigter Wohngebäude außerhalb eines Städtebaufördergebietes. Gefördert werden unter anderem Demontage, Abtransport des Abbruchmaterials und die einfache Begrünung des Grundstücks, die Höhe des Zuschusses beträgt bis zu 50,00 Euro pro Quadratmeter zurückgebauter Wohnfläche. Die Maßnahme muss aufgrund der erwarteten demografischen Entwicklung erforderlich sein.
Zuwendung wird an Gebäudeeigentümer weitergeleitet
Eine Gemeinde leitet die bewilligten Zuwendungen an eine private Eigentümerin eines leerstehenden Wohngebäudes weiter, die den Rückbau durchführt. Der Grundstückseigentümer verzichtet dabei für mindestens 10 Jahre auf die Wiederbebauung mit Mietwohngebäuden und auf mögliche planungsschadensrechtliche Entschädigungsansprüche. Über eine Förderung entscheidet die Sächsische Aufbaubank.
Landkreis als Gebäudeeigentümer im Rückbauprojekt
Ein Landkreis in Sachsen ist Eigentümer eines nicht mehr benötigten Wohngebäudes und erhält im Rahmen eines von der zuständigen Gemeinde gestellten Antrags eine weitergeleitete Zuwendung für Abbruch und Baunebenkosten. Gefördert werden auch abbruchbedingte Instandsetzungen an Nachbarhäusern und Sicherungsmaßnahmen an abgetrennten Ver- und Entsorgungsleitungen. Die Rückbaumaßnahme muss außerhalb eines Städtebaufördergebietes liegen.
Erstellt ausschließlich aus dem Programmtext dieser Seite. Zahlen stammen aus dem Programmtext; Beträge und Sätze gelten „bis zu“.
Rechtliche Voraussetzungen
Antragsberechtigt sind Gemeinden.
Als Gemeinde können Sie die Zuwendungen an Gebäudeeigentümerinnen und Gebäudeeigentümer weiterleiten. Dabei kann es sich um Zweckverbände, Landkreise, Kirchen sowie natürliche und juristische Personen des Privatrechts handeln.
Die Förderung ist an bestimmte Bedingungen geknüpft:
- Als Gemeinde müssen Sie über ein höchstens 10 Jahre altes integriertes Stadtentwicklungskonzept verfügen.
- Sie müssen die Rückbaumaßnahme außerhalb eines Städtebaufördergebietes durchführen.
- Die Maßnahme muss aufgrund der erwartenden demografischen Entwicklung erforderlich sein.
- Die Grundstückseigentümerin oder der Grundstückseigentümer muss auf mögliche planungsschadensrechtliche Entschädigungsansprüche und für mindestens 10 Jahre auf die Wiederbebauung des Grundstücks mit Mietwohngebäuden verzichten.
Antragsverfahren
Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums des Innern vom 25. Juni 2013, Sächsisches Amtsblatt Nr. 28 vom 11. Juli 2013, S. 672; Bekanntmachung des Sächsischen Staatsministeriums des Innern vom 4. Juli 2019, Sächsisches Amtsblatt Nr. 29 vom 18. Juli 2019, S. 995; zuletzt geändert durch Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Regionalentwicklung vom 30. Juni 2023, Sächsisches Amtsblatt Nr. 29 vom 20. Juli 2023, S. 1016 .
Rechtsgrundlage
Verwaltungsvorschrift des Sächsischen Staatsministeriums des Innern zur Förderung des Rückbaus von Wohngebäuden (VwV-Rückbau Wohngebäude)
Vom 25. Juni 2013
[zuletzt geändert am 30. Juni 2023]
I. Zuwendungszweck und Rechtsgrundlagen
1. Der Freistaat Sachsen gewährt Zuwendungen für den Rückbau von Wohngebäuden im Rahmen der im Staatshaushaltsplan verfügbaren Mittel. Grundlagen für die Zuwendung sind
a) das Gesetz zur Regelung des Verwaltungsverfahrens- und des Verwaltungszustellungsrechts für den Freistaat Sachsen (SächsVwVfZG) vom 19. Mai 2010 (SächsGVBl. S. 142), in der jeweils geltenden Fassung,
b) §§ 23 und 44 der Haushaltsordnung des Freistaates Sachsen (Sächsische Haushaltsordnung – SäHO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 10. April 2001 (SächsGVBl. S. 153), die zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 13. Dezember 2012 (SächsGVBl. S. 725) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, und den dazu erlassenen Verwaltungsvorschriften des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen zur Sächsischen Haushaltsordnung (VwV-SäHO) vom 27. Juni 2005 (SächsABl. SDr. S. S 226), zuletzt geändert durch Verwaltungsvorschrift vom 2. Mai 2013 (SächsABl. S. 520), zuletzt enthalten in der Verwaltungsvorschrift vom 19. Dezember 2011 (SächsABl. SDr. S. S 1702), in der jeweils geltenden Fassung, und
c) diese Verwaltungsvorschrift.
2. Die Zuwendung ist dazu bestimmt, den Leerstand an Wohngebäuden in den Gemeinden zu reduzieren. Damit werden städtebauliche Missstände und Funktionsverluste in den Gemeinden nachhaltig gemildert. Sie dient der Anpassung der Standorte an die demografische Entwicklung und der Verwirklichung städtebaulicher Ziele. Der Wohnungsleerstand wird sich in der Mehrzahl der Gemeinden in den kommenden Jahren durch den weiteren Bevölkerungsrückgang erhöhen.
3. Ein Rechtsanspruch auf Gewährung einer Zuwendung besteht nicht. Die Bewilligungsstelle entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.
II. Zuwendungsgegenstand
1. Gefördert wird:
der Rückbau von dauerhaft nicht mehr benötigten Wohngebäuden. Zu den Wohngebäuden und den anzurechnenden Wohnflächen gehören auch die Gewerbeflächen in überwiegend zum Wohnen genutzten Gebäuden.
2. Nicht förderfähig
a) sind planungsrechtliche Entschädigungsansprüche und Leistungen an Eigentümer, die den Wert rückgebauter Gebäude ausgleichen sollen,
b) sind der Teilrückbau und der Rückbau von Gebäuden in einer geschlossenen straßenparallelen Blockrandbebauung,
c) ist der Rückbau unbewohnbarer, ruinöser Wohngebäude.
III. Zuwendungsempfänger
1. Zuwendungsempfänger sind die Gemeinden.
2. Die Gemeinden dürfen die Zuwendungen zur Erfüllung des Zuwendungszwecks an Dritte weiterleiten, die ein Dritter durchführt. Dabei ist sicherzustellen, dass die für den Zuwendungsempfänger maßgebenden Bestimmungen auch dem Dritten auferlegt werden und dass die Regelungen über Rückführung und Verzinsung anwendbar sind. Dies gilt insbesondere für die Prüfungsrechte der Bewilligungsstelle und des Sächsischen Rechnungshofes. Dritte können Zweckverbände, Landkreise, Kirchen sowie natürliche und juristische Personen des Privatrechts sein.
IV. Zuwendungsvoraussetzungen
1. Voraussetzungen für eine Bewilligung ist,
a) dass die Gemeinde, in der sich die Rückbaumaßnahme befindet, über ein integriertes Stadtentwicklungskonzept verfügt,
b) dass die Rückbaumaßnahme außerhalb eines Stadtumbaugebiets des Bund-Länder-Programms „Stadtumbau Ost“ oder eines Fördergebiets der Städtebaulichen Erneuerung liegt und
c) dass die Maßnahme aufgrund der zu erwartenden demografischen Entwicklung erforderlich ist.
2. Für eine Bewilligung ist eine öffentlich-rechtliche Genehmigung entsprechend den rechtlichen Bestimmungen erforderlich.
3. Kommt bei Rückbaumaßnahmen eine Förderung im Rahmen der Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft zur Integrierten Ländlichen Entwicklung im Freistaat Sachsen (Förderrichtlinie Integrierte Ländliche Entwicklung – RL ILE/2011) vom 29. Dezember 2011 (SächsABl. 2012 S. 761), geändert durch Ziffer V der Verwaltungsvorschrift vom 11. Juli 2012 (SächsABl. S. 935, 938), in der jeweils geltenden Fassung, in Betracht, ist diese Zuwendung vorrangig in Anspruch zu nehmen. Eine Kumulierung der im Rahmen der Förderrichtlinie Integrierte Ländliche Entwicklung und der im Rahmen dieser Verwaltungsvorschrift gewährten Zuwendung ist ausgeschlossen.
4. Die Förderung des Rückbaus setzt voraus, dass der Grundstückseigentümer
a) den Verzicht auf mögliche planungsschadensrechtliche Entschädigungsansprüche erklärt und
b) sich vertraglich verpflichtet, auf die Wiederbebauung des Grundstücks mit Mietwohngebäuden für mindestens zehn Jahre zu verzichten.
5. Weitere Voraussetzungen sind:
a) das Vorliegen der Zustimmung des Fördermittel- und Bürgschaftsgebers, sofern für das Objekt Förderdarlehen, Zuschüsse, Bürgschaften in Anspruch genommen wurden, sowie
b) das Vorliegen der Zustimmung des Grundpfandrechtsgläubigers zum Rückbau, sofern das Objekt als Sicherheit oder Pfandobjekt für Förder- und Kapitalmarktdarlehen dient.
V. Art, Umfang und Höhe der Zuwendung
1. Kosten für folgende Leistungen können gefördert werden:
a) Abbruch und Demontage des Bauwerkes einschließlich der Ver- und Entsorgungsleitungen,
b) Abtransport des Abbruchmaterials einschließlich der Enddeponie,
c) Sicherungsmaßnahmen an abgetrennten Ver- und Entsorgungsleitungen,
d) Einfache Herrichtung des Grundstückes nach der Rückbaumaßnahme,
e) notwendige Baunebenkosten,
f) Freimachung von Wohnungen und
g) abbruchbedingte Instandsetzung an Nachbarhäusern.
2. Der Zuwendungsempfänger erhält im Wege der Anteilsfinanzierung einen nichtrückzahlbaren Zuschuss des Freistaates Sachsen in Höhe der unter Nummer 1 genannten nachgewiesenen Kosten, höchstens bis zu 50 EUR je Quadratmeter zurückgebauter Wohnfläche.
VI. Verfahren
1. Bewilligungsstelle ist die Sächsische Aufbaubank – Förderbank – (SAB).
2. Die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel werden im Sächsischen Amtsblatt ausgeschrieben.
3. Entsprechend der Bekanntmachung ist der Antrag auf den vorgegebenen Antragsformularen an die Bewilligungsstelle zu richten.
4. Das Antragsformular wird durch die Bewilligungsstelle zur Verfügung gestellt.
5. Die Bewilligungsstelle legt dem Staatsministerium des Innern einen Entscheidungsvorschlag zur Aufstellung vor.
6. Das Staatsministerium des Innern entscheidet, welche Maßnahmen in das Programm aufgenommen werden.
7. Auf der Grundlage der vom Staatsministerium des Innern aufgenommenen Maßnahmen bewilligt die Bewilligungsstelle die Zuwendung für die Maßnahme durch schriftlichen Bescheid.
8. Für die Bewilligung, Auszahlung und Abrechnung der Zuwendung sowie für den Nachweis der Verwendung und die gegebenenfalls erforderliche Aufhebung des Zuwendungsbescheides und die Rückforderung der gewährten Zuwendung gilt die Verwaltungsvorschrift zu § 44 der Sächsischen Haushaltsordnung, soweit nicht in dieser Förderrichtlinie Abweichungen zugelassen worden sind. Für das Auszahlungsverfahren gilt Nummer 7.1 und 7.2 der Verwaltungsvorschrift für Zuwendungen des Freistaates Sachsen an kommunale Körperschaften (VVK). Dies gilt auch im Fall der Weiterleitung an Dritte nach Ziffer III Nummer 2 dieser Förderrichtlinie.
VII. Vorzulegende Nachweise und Unterlagen
1. Anträge auf Förderung nach dieser Förderrichtlinie sind schriftlich oder elektronisch mit dem Antragsvordruck der SAB sowie mit den Nachweisen zur Abbruchgenehmigung und gegebenenfalls denkmalschutzrechtlichen Genehmigung zu stellen.
2. Der Verwendungsnachweis ist mit dem Vordruck der SAB gemäß Nummer 6 der Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung an kommunale Körperschaften zu erbringen.
3. Die SAB ist berechtigt, bei Bedarf weitere Unterlagen anzufordern.
4. Die Vordrucke und Hinweise zur Antragstellung, Auszahlung und Verwendungsnachweisführung können auf der Website der SAB unter www.sab.sachsen.de auf den Seiten dieses Förderprogramms abgerufen werden.
VIII. Inkrafttreten
Diese Verwaltungsvorschrift tritt am Tage der Veröffentlichung in Kraft.
Schlagwörter: Rückbau Wohngebäude Wohnfläche Rückbaumaßnahme
Quelle: Förderdatenbank des Bundes (BMWE), Lizenz CC BY 4.0, bearbeitet (Auszug/Struktur); Original: https://www.foerderdatenbank.de/FDB/Content/DE/Foerderprogramm/Land/Sachsen/rueckbau-von-wohngebaueden.html. Änderungen gegenüber dem Original: Auswahl und Anordnung der Felder, Reduktion des HTML, Auflösung interner Verweise, Zeichenkorrektur bei Gedankenstrichen. Keine inhaltliche Umformulierung.
Angaben ohne Gewähr. Höhe und Bewilligung richten sich nach Richtlinie, Haushaltsmitteln und der Entscheidung der Bewilligungsstelle; Beträge und Sätze gelten „bis zu“. Dieses Portal steht in keiner Verbindung zum Fördergeber.
Förderhöhe laut Text
Förderhöhe: keine Angabe im Text.
Aus dem Programmtext gelesen; maßgeblich ist die Richtlinie. Beträge und Quoten gelten „bis zu“.
Steckbrief laut Quelle
- Fördergeber
- Sächsisches Staatsministerium für Regionalentwicklung
- Ebene
- Land (Sachsen)
- Förderart
- Zuschuss
- Fördergebiet
- Sachsen
- Förderberechtigte
- Kommune
- Förderbereich
- Städtebau und Stadterneuerung; Wohnungsbau und Modernisierung
- GRW-Fördergebiet
- keine GRW-Bindung
Ohne Angabe im Steckbrief = von der Quelle nicht klassifiziert (im Check „ungeprüft“). Fristen, Budget und Antragsstatus liefert die Quelle nicht.
Ansprechstellen
Sächsische Aufbaubank – Förderbank – (SAB)
Pirnaische Straße 9
01069 Dresden
Tel. 0351 49100
Fax 0351 49104000
servicecenter@sab.sachsen.de
www.sab.sachsen.de/
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